25.03.2016

Erläuterung – Bestellung eines Koordinators

Allgemeine Vordrucke

  1. Die Verpflichtung zur Bestellung eines Koordinators ist keine bauordnungsrechtliche, sondern eine Verpflichtung aus dem Gewerberecht. Grundlage ist die Bundes-Baustellenverordnung.

  2. Die Baustellenverordnung dient der wesentlichen Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen. Baustelle im Sinne der Baustellenverordnung ist der Ort, an dem ein Bauvorhaben ausgeführt wird; ein Bauvorhaben ist Vorhaben, eine oder mehrere bauliche Anlagen zu errichten, zu ändern oder abzubrechen (§ 1 BaustellV).

  3. Für Baustellen, auf denen Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber tätig werden, sind ein oder mehrere geeignete Koordinatoren zu bestellen. Der Bauherr oder der von ihm Beauftragte kann die Aufgaben des Koordinators selbst wahrnehmen (§ 3 Abs. 1 BaustellV).

  4. Während der Planung der Ausführung des Vorhabens hat der Koordinator

    die allgemeinen Grundsätze des Arbeitsschutzes zu koordinieren,

    einen Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (SIGEPLAN) auszuarbeiten (§ 2 Abs. 3 BaustellV),

    eine Unterlage mit den erforderlichen, bei möglichen späteren an der baulichen Anlage zu berücksichtigenden Angaben zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz zusammen zu stellen. (§ 3 Abs. 2 BaustellV).

  5. Während der Ausführung des Bauvorhabens hat der Koordinator die Anwendung der allgemeinen Grundsätze des Arbeitsschutzes zu koordinieren, darauf zu achten, dass

    die Arbeitgeber und die Unternehmer ohne Beschäftigte ihre Pflichten nach der Baustellenverordnung …

Autor: WEKA Redaktion

Sie sehen nur einen Ausschnitt aus dem Produkt „Bauantrag leicht gemacht - Regionalausgabe Ost“. Sie können den vollständigen Text nachlesen, indem Sie das Produkt „Bauantrag leicht gemacht - Regionalausgabe Ost“ bestellen und 14 Tage lang kostenlos testen.