25.03.2016

Erläuterung – Berechnung Geschoßflächenzahl

Bund

  1. Die Gemeinde ist stets verpflichtet, im räumlichen Geltungsbereich eines Bebauungsplans die zulässige Grundfläche oder die zulässige Grundflächenzahl (GRZ) festzusetzen (§§ 16 ff. BauNVO).

  2. Gegenüber der Grundflächenzahl hat mittlerweile die Geschossflächenzahl (GFZ) an Bedeutung verloren. An ihre Stelle tritt häufig die zulässige Gebäudehöhe. Mit der zulässigen Grundfläche und der zulässigen Gebäudehöhe kann die horizontale und vertikale Ausdehnung der Baukörper ausreichend gesteuert werden.

  3. Die zulässige Grundfläche ist die Grundfläche des Baugrundstücks, die überbaut werden darf. Nicht dazu zählen Verkehrsflächen, Grünflächen, Versorgungsflächen und Waldflächen.

  4. Auf die zulässige Grundfläche müssen angerechnet werden Garagen, Stellplätze, Carports, Nebenanlagen, befestigte Flächen und unterirdische Bauteile. Die zulässige Grundfläche darf aber mit diesen baulichen Anlagen um 50 % – höchsten allerdings bis zu einer GRZ von 0,8 – überschritten werden. Im Bebauungsplan können abweichende Regelungen getroffen werden.

  5. Die zulässige Geschossfläche ist die Summe der Grundflächen aller Vollgeschosse und solcher Keller- und Dachgeschosse, die nach der Landesbauordnung auf Vollgeschosse angerechnet werden können. Im Gegensatz zu früheren Regelungen werden Aufenthaltsräume und Treppenräume in Nicht-Vollgeschossen nur dann auf die zulässige Geschossfläche angerechnet, wenn dies im Bebauungsplan ausdrücklich festgesetzt ist.

  6. Die Überschreitung der zulässigen Grund- …

Autor: WEKA Redaktion

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