Fachbeitrag | Beitrag aus „Die wichtigsten Normen und Tabellen für Bauleiter - Premium“
19.03.2016

Bauwerksabdichtungen – Teil 8: Abdichtungen über Bewegungsfugen nach DIN 18195-8

Normen und Tabellen für Bauleiter

Begriffe

Begriffserklärung Bewegungsfugen

Als Bewegungsfuge bezeichnet man den Zwischenraum zwischen zwei Bauteilen, der diesen voneinander unabhängige Dehnungen und Stauchungen ermöglicht.

Als Fugenkammer bezeichnet man die Verbreiterung einer Bewegungsfuge in der Abdichtungsebene. Durch die Anordnung von Fugenkammern sollen Verformungen der Abdichtung, die sich aus den relativen Verschiebungen benachbarter Bauteile ergeben, schadensfrei aufgenommen werden.

Eine oder mehrere zusätzliche Abdichtungslagen, die im Bereich einer Bewegungsfuge angeordnet werden, bezeichnet man als Fugenverstärkung.

Anforderungen an die Objektüberwachung

Fugen sollten möglichst gradlinig verlaufen. Schnittwinkel von Fugen sollten möglichst rechtwinklig zueinander liegen. Versprünge sind ebenso zu vermeiden wie die Führung der Fugen durch Gebäudeecken.

Die Abdichtungsebenen sollten zu beiden Seiten der Fuge gleichauf liegen.

Fugen müssen in den Folgeschichten (z.B. Deckschichten, Schutzschichten, Fußbodenaufbauten) im Regelfall übernommen werden.

Alle Baustoffe (Abdichtungsstoffe, Einbauteile, Fugenbänder, Fugenfüllstoffe etc.) müssen aufeinander abgestimmt und untereinander verträglich sein.

Fugentypen

Die Fugenkonstruktionen müssen auf das gewählte Abdichtungssystem sowie auf die Art, Richtung und Größe der zu erwartenden Bewegungen abgestimmt sein.

Es werden der Fugentyp I und der Fugentyp II unterschieden.

Fugentyp I

Fugentyp I gilt für einmalige oder seltene, langsam ablaufende Bewegungen.

Autor: Jens Koch 

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