Fachbeitrag | Beitrag aus „Die wichtigsten Normen und Tabellen für Bauleiter - Premium“ 19.03.2016

Bauwerksabdichtungen – Teil 10: Schutzschichten und Schutzmaßnahmen nach DIN 18195-10

Begriffe

Bei einer Abdichtungsrücklage handelt es sich um ein festes, meist senkrechtes oder stark geneigtes Bauteil, das vor Herstellung der Abdichtung ausgeführt wird. Darauf wird die Abdichtung zeitlich vor dem zu schützenden Bauwerksteil hergestellt.

Eine Schutzlage dient dem zusätzlichen Schutz einer Abdichtung. Sie ersetzt keine Schutzschicht. Sie zählt auch dann nicht als Abdichtungslage, wenn sie mit einem bahnenförmigen Abdichtungsstoff (z.B. nackte Bitumenbahnen) hergestellt wurde.

Schutzmaßnahmen beschreiben all jene baulichen Maßnahmen, die dem vorübergehenden Schutz einer Abdichtung während der Bauzeit dienen.

Eine Schutzschicht soll die Abdichtung gegen mechanische und thermische sowie chemische Beanspruchung dauerhaft schützen.

Schutzschichten und Schutzmaßnahmen

Schutzschichten dürfen auch als Nutzschichten dienen, z.B. bei Dachterrassen.

Richtiges Ausführen der Schutzschichten

Die Abdichtung darf durch Bewegungen und Verformungen der Schutzschicht nicht beschädigt werden; ggf. sind Trennlagen zwischen Schutzschicht und Abdichtung anzuordnen.

In festen Schutzschichten sind im Regelfall Fugen anzuordnen:

  • an Neigungswechseln, z.B. an Rampen am Übergang der schwach zur stark geneigten Fläche

  • unmittelbar über Bauwerksfugen

In waagerechten oder schwach geneigten Schutzschichten müssen Fugen z.B. mit einem Verguss verschlossen werden.

Vor dem Einbau der Schutzschichten sind Verunreinigungen der Abdichtung zu beseitigen. Beim Aufbringen der Schutzschichten darf …

Autor: Jens Koch

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