13.04.2016

Bauweise und überbaubare Grundstücksflächen

Nach § 9 Abs. 1 Nr. 2 BauGB können in einem Bebauungsplan die Bauweise, die überbaubaren und die nicht überbaubaren Grundstücksflächen sowie die Stellung der baulichen Anlagen festgesetzt werden. Dabei zählen Festsetzungen über die überbaubaren Grundstücksflächen zu den zwingend erforderlichen Angaben eines qualifizierten Bebauungsplans.

Inhaltlich eng damit verknüpft ist die Ermächtigung gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 2a BauGB, im Bebauungsplan vom Bauordnungsrecht abweichende Maße der Tiefe von Abstandsflächen festzusetzen.

Festsetzungen nach § 9 Abs. 1 Nr. 2 und 2a BauGB

  • Bauweise nach § 22 BauNVO

  • überbaubare und nicht überbaubare Grundstücksflächen nach § 23 BauNVO

  • Stellung baulicher Anlagen

  • abweichende Maße der Tiefe von Abstandsflächen

Obwohl nur die Festsetzung zu den überbaubaren Grundstücksflächen zu den Mindestangaben qualifizierter Bebauungspläne gehört, sind die drei Festsetzungsarten (Bauweise, überbaubare Grundstücksflächen, Stellung baulicher Anlagen) ein wesentliches Element des Städtebaus. Ergänzend zu Art und Maß der baulichen Nutzung nach § 9 Abs. 1 Nr. 1 BauGB wirken die Festsetzung der Bauweise und die Festsetzungen über die überbaubaren Grundstücksflächen sowie die Stellung baulicher Anlagen entscheidend bei der Umsetzung eines bestimmten planerischen Leitbilds; insbesondere hinsichtlich der Orts- und Straßenbildgestaltung, der Wohnbedürfnisse und Wohnformen, einer verdichteten oder aufgelockerten Bebauung, des Immissionsschutzes und des Nachbarschutzes.

Sie sind …

Autor: Welters

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