Fachbeitrag | Beitrag aus „Bauantrag leicht gemacht - Regionalausgabe Ost“
25.03.2016

Bauvorlageberechtigter

Bauantrag leicht gemacht

§ 54, § 65, § 66 SächsBO

Begriff

Vor der Durchführung von nicht verfahrensfreien Bauvorhaben ist ein Bauherr verpflichtet, Bauvorlagen zu erstellen oder erstellen zu lassen und der Bauaufsichtsbehörde vorzulegen. Diese Bauvorlagen dienen der Präventivkontrolle im bauaufsichtlichen Verfahren.

Art, Umfang und Inhalt sowie Anzahl der notwendigen Bauvorlagen sind in den jeweiligen Landesvorschriften differenziert festgelegt. Neben den Bauzeichnungen und Baubeschreibungen gehören auch die bautechnischen Nachweise in den verschiedenen Fachgebieten wie Standsicherheit, Brandschutz sowie Schall- und Wärmeschutz und ggf. auch Erschütterungsschutz zu den Bauvorlagen. Der Inhalt der Bauvorlagen beschränkt sich auf die Angaben, die zur Beurteilung des jeweiligen Vorhabens erforderlich sind.

Die Bauvorlagen dürfen, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nur von bauvorlageberechtigten Entwurfsverfassern erstellt und unterzeichnet werden. Entwurfsverfasser müssen die erforderliche Eignung nach Sachkunde und Erfahrung haben. Anderenfalls schlägt sich in der Regel eine mangelnde Eignung in Verstößen gegen öffentlich-rechtliche Vorschriften nieder. Gegenüber der materiellen Qualifikation des Entwurfsverfassers beinhaltet die Bauvorlageberechtigung die formelle Qualifikation. Sie begründet jedoch eine Vermutung für die fachliche Eignung des Entwurfsverfassers. Sie dient der Qualitätssicherung von genehmigungsbedürftigen Bauvorhaben und für solche, die nach dem Freistellungsverfahren behandelt werden.

Autor: Simons  

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