08.06.2016

Bauprodukte, Bauarten, Bausätze

Bauprodukte

Um den freien Warenverkehr für alle Bauprodukte im europäischen Wirtschaftsraum (EWR EOTA = Dachorganisation für europäisch technische ZulassungenEWR = Ausdehnung des europäischen Binnenmarkts (Mitgliedstaaten der EU) auf Island, Liechtenstein und Norwegen) zu gewährleisten, hat die Europäische Kommission die Bauproduktenrichtlinie (BPR) erarbeitet.

Bauproduktenrichtlinie (BPR)

Im Sinne der BPR werden unter Bauprodukten handelbare Baustoffe und Bauteile verstanden, wobei die Betonung auf handelbar liegt. Ein Bauteil, das erst auf der Baustelle zusammengesetzt werden muss, ist im Sinne der BPR kein Bauprodukt. Diese Aussage wird am Beispiel einer Wand verdeutlicht:

  • Eine auf der Baustelle hergestellte, gemauerte Wand ist kein Bauprodukt, sondern eine Bauart.

  • Eine in einem Fertigteilwerk hergestellte, vorgefertigte Wand, die auf die Baustelle geliefert und dort eingebaut wird, ist ein Bauprodukt.

Nach den Vorgaben der BPR gilt also jedes Produkt (Baustoffe, Bauteile und Anlagen) als Bauprodukt, das hergestellt wird, um dauerhaft in Bauwerke des Hoch- und Tiefbaus eingebaut zu werden, und die wesentlichen Anforderungen an Bauwerke erfüllt. Damit ist ein weiter Anwendungsbereich erschlossen, der sowohl das Brandverhalten von Baustoffen, die Feuerwiderstandsdauer von Bauteilen und Sonderbauteilen als auch den anlagentechnische Brandschutz wie beispielsweise ortsfeste Löschanlagen (Sprinkleranlagen, Sprühwasseranlagen), Wandhydranten, Brandmeldeanlagen einschließt.

Autor: Ernst Klement

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