Fachbeitrag | Beitrag aus „Maßtoleranzen und Unregelmäßigkeiten im Baualltag“
15.03.2016

Bauausführung und Bauüberwachung

3300_Maßtoleranzen und Unregelmäßigkeiten im Baualltag

Aufgabe der Bauüberwachung ist es, die Umsetzung der Planung zu begleiten, zu koordinieren und durch permanente Kontrolle auf die Ausführungsqualität in den einzelnen Bauphasen einzuwirken. Die Bauüberwachung ist daher eine der am sorgfältigsten und gründlichsten zu erbringenden Tätigkeiten der aufsichtführenden und planenden Architekten und Ingenieure im gesamten Bauablauf.

Vorbereitung

Bevor ein Bauvorhaben in die Realisationsphase übergehen kann, gilt es in einem ersten Schritt, die vom Planer übergebenen Unterlagen (Ausführungs- und Detailplanung, Ausschreibung und Verträge) zu überprüfen:

  • Sind die in den Unterlagen enthaltenen Angaben vollständig?

  • Enthalten die Unterlagen widersprüchliche Angaben?

  • Sind die vorliegenden Details machbar?

  • Lässt der Bauzeitenplan das Nehmen von örtlichen Aufmaßen zu?

Insbesondere bei Fensterelementen oder Montagetreppen sollte die Fertigung erst auf der Grundlage eines örtlichen Aufmaßes beginnen. Wie wichtig das Einplanen von ausreichenden Zeiträumen ist, verdeutlicht das nächste Beispiel.

Beispiel

Weil von den Nennmaßen für Steigung und Auftritt nach DIN 18065 nur um maximal 0,5 cm abgewichen werden darf und auch die Abweichung zwischen benachbarten Stufen nicht mehr als 0,5 cm betragen darf, sollten Montagetreppen grundsätzlich nicht ohne vorheriges Maßnehmen vor Ort angefertigt werden. Allenfalls bei Wohngebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen ist zumindest theoretisch eine Vorfertigung ohne Aufmaß denkbar, weil bei diesen Treppen …

Autor: Petra Derler 

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