23.03.2016

Anrechenbare Kosten

§ 6 HOAI ist die maßgebliche Vorschrift. Sie hat jedoch in der Fassung der HOAI 2009 einen anderen Inhalt als in der Fassung der HOAI 2013. § 6 HOAI listet für die Leistungsbilder der Teile 3 und 4 der HOAI – Objektplanung und Fachplanung – die Honorierungsparameter der HOAI auf. Dabei besteht der Teil 3, Objektplanung, aus Gebäudeplanung und raumbildenden Ausbauten, Freianlagenplanung, Planung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen. Der Teil 4, Fachplanung, besteht aus der Tragwerksplanung und der technischen Ausrüstung.

Für diese Bereiche nennt § 6 als maßgebliche Honorierungsparameter die anrechenbaren Kosten des Objekts, das Leistungsbild, die Honorarzone, die Honorartafel und bei Maßnahmen im Bestand die §§ 35, 36 HOAI.

Die anrechenbaren Kosten sind nach Maßgabe der Vorgabe in § 4 gemäß DIN 276-1:2008-12 zu ermitteln. Für die Ingenieurbauwerke und die Verkehrsanlagen gibt es die DIN 276-4:2009-8.

Nach § 6 Abs. 1 HOAI bestimmen sich die anrechenbaren Kosten nach der in der Phase 3 zu erstellenden Kostenberechnung, soweit diese noch nicht vorliegt, nach der Kostenschätzung (Leistungsphase 2). Man nennt das das Kostenberechnungsmodell. Dieses Kostenermittlungsergebnis ist für den Ansatz in allen Leistungsphasen maßgeblich. Die Altregelung des § 10 Abs. 2 HOAI ist nicht mehr einschlägig. Das gilt auch für die Leistungsphase 4, auch wenn die Kosten für die genehmigungspflichtigen Leistungen geringer ausfallen als die Kostenberechnung.

Die Kostenberechnung ist auch für …

Autor: Prof. Motzke

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