27.07.2016

Anlage 1 Beispielrechnung (Hinweise)

Für Ziffer I.1.3: Darstellung der Anteilsrechnung bei unveränderten anrechenbaren Kosten

In der Leistungsphase 2 kommt es infolge von Änderungen in der Leistungsphase 3 zu wiederholten Grundleistungen, z.B.: Es werden nach der Anlage 10 in der Lph. 2 die Arbeitsschritte b), c) und d) wiederholt. Betroffen sind die Gewerke Fenster, Balkontüren und Rollläden. Unterstellt wird, dass diese drei Gewerke machen anrechenbare Kosten von 250.000 € ausmachen, was bei – unveränderten – anrechenbaren Kosten von 5.000.000 € eine Quote von 5 % ausmacht (5.000.000 € : 250.000 €).

Dann ist in einem ersten Schritt zu bestimmen, in welchem Prozentumfang in der Lph. 2 Leistungen zu wiederholen sind. Hierfür sind Splittertabellen anzuwenden, z.B. die von Siemon oder eine andere. Zum Beispiel kann für die Wiederholung des Arbeitsschritts b) ein Prozentsatz von 0,5 angesetzt werden: für den Arbeitsschritt c) können bei voller Erbringung 3,5 % angesetzt werden, im Fall sind es bewertet 2 % (was im Einzelnen zu begründen wäre); für d) sind 0,5 % anzusetzen; also beinhaltet die Wiederholung insgesamt in der Lph. 2 statt der vollen 7 % bei Erbringung sämtlicher Arbeitsschritte einen Honorarprozentsatz von 3 %.

Damit stehen dem Planer für die Wiederholung also 3 % zu.

Entscheidend ist weiter, wie es sich mit den anrechenbaren Kosten verhält.

Der Bundesgerichtshof hat dazu in der Entscheidung vom 12.01.2006 – VII ZR 2/04, BauR 2006, 693, 696, Folgendes ausgeführt: „In einem Fall, in dem nur Teilplanungsleistungen …

Autor: Prof. Motzke

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