Lexikonstichwort | Beitrag aus „GrundlagenCenter – Arbeit, Gesundheit und Umwelt“ 15.02.2017

Wassergefährdende Stoffe

Wassergefährdende Stoffe i.S.d. § 62 Abs. 3 WHG sind feste, flüssige oder gasförmige Stoffe, die geeignet sind, dauernd oder in einem nicht nur unerheblichen Ausmaß nachteilige Veränderungen der Wasserbeschaffenheit herbeizuführen. Die künftige AwSV wird nähere Regelungen über die Bestimmung der wassergefährdenden Stoffe und ihre Einstufung entsprechend ihrer Gefährlichkeit sowie über das Einstufungsverfahren enthalten. Bis zum Vorliegen der AwSV bleibt es bei den Einstufungen, die im Vollzug des § 19g Abs. 5 WHG in seiner bis 28.02.2010 geltenden Fassung vorgenommen worden sind.

Wassergefährdungsklassen

Der Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat mit Zustimmung des Bundesrats die Allgemeine Verwaltungsvorschrift vom 27.07.2005 (BAnz. vom 30.07.2005, Nr. 142a) über die Einstufung wassergefährdender Stoffe in Wassergefährdungsklassen (VwVwS) erlassen. Nach dem Gefährdungspotenzial der Stoffe werden darin drei Wassergefährdungsklassen (WGK) unterschieden:

  • WGK 1: schwach wassergefährdend

  • WGK 2: wassergefährdend

  • WGK 3: stark wassergefährdend

Die meisten Stoffe können diesen Wassergefährdungsklassen nach dem Einstufungsverfahren zugeordnet werden, das in der VwVwS festgelegt ist. Es basiert auf den sogenannten R-Satz-Einstufungen des Gefahrstoffrechts und erlaubt es den Herstellern und Vertreibern, danach selbst die Wassergefährdungsklasse von Stoffen, Stoffgruppen und Gemischen abzuleiten. Wassergefährdende Stoffe, deren Gefährdungspotenzial für …

Autor: WEKA Fachredaktion

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