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22.02.2016

Was bedeutet Arbeitswelt 4.0 für unsere Arbeitsplätze?

Eine der einschneidendsten Veränderungen der Arbeitswelt 4.0 wird sein, dass viele Arbeitsplätze wegfallen. Arbeitnehmer müssen im Zuge der Digitalisierung der Arbeitswelt Flexibilität und Offenheit für Neues zeigen und außerdem bereit sein, andere Aufgaben zu übernehmen.

Am wenigsten um ihren Arbeitsplatz bangen müssen akademische Berufe (12 %) und Führungskräfte (11 %).© Easy_Company /​ iStock /​ Thinkstock

Zunächst einmal bedeutet die Arbeitswelt 4.0 in vielen Fällen den Verlust des Arbeitsplatzes. Nach einer Studie der ING-DiBa sind nicht nur Hilfskräfte, sondern auch viele Bürokräfte von der Digitalisierung betroffen. So beträgt die Wegfallwahrscheinlichkeit eines Arbeitsplatzes bei Bürokräften 86 %, gefolgt von Hilfskräften (85 %) und Anlagen- und Maschinenbedienern (69 %).

Arbeitswelt 4.0 bedeutet Arbeitsplatzverlust und Polarisierung

Am wenigsten um ihren Arbeitsplatz bangen müssen akademische Berufe (12 %) und Führungskräfte (11 %), wie Sie hier nachlesen können.

Dazu passt auch eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung: Arbeiten im mittleren Qualifikationsbereich werden als erste automatisiert. Arbeitnehmer am unteren und oberen Qualifikationsrand profitieren, weil sie wenig automatisierbare, erfahrungs- und interaktionsorientierte Tätigkeiten ausüben. Insgesamt wird die Zahl der Solo-Selbständigen stark steigen.

Ob diese Entwicklung insgesamt mit Arbeitsplatzverlusten oder -gewinnen verbunden ist, geht aus den Studien aber nicht eindeutig hervor. Eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) kommt zu dem Schluss, dass 490.000 Arbeitsplätze verloren gehen und 430.000 neue entstehen werden. Die Arbeitnehmer müssen demnach Flexibilität und Offenheit für Neues zeigen und außerdem bereit sein, andere Aufgaben zu übernehmen.

An der Bereitschaft zu Weiterbildung fehlt es nicht!

In dieser Situation sind, so eine Studie der Unternehmensberatung Rochus-Mummert, die Arbeitnehmer zwar verunsichert, aber bereit und viele sogar optimistisch. So glauben 35 Prozent der Befragten, dass ihnen die Digitalisierung Vorteile bringen wird. Ebenfalls 35 Prozent sind zwar skeptisch, aber bereit, sich überzeugen zu lassen.

In Sachen Weiterbildung geht es allerdings nur schleppend voran: Nur in 16 Prozent der Firmen werden Schulungen zum Thema Digitalisierung durchgeführt.

Digitalisierung bringt Verunsicherung

Die Arbeitswelt 4.0 weckt daher auch Angst um den Verlust des Arbeitsplatzes. Das zeigt deutlich eine Studie der Unternehmensberatung Mummert und Partner. Demnach glauben 21 Prozent der Arbeitnehmer, dass durch die Entwicklung zur „Arbeitswelt 4.0“ auch ihr Arbeitsplatz wegfallen könnte.

50 Prozent der befragten Arbeitnehmer mutmaßen, dass an den Arbeitsplätzen mehr IT-Kenntnisse verlangt werden. 43 Prozent glauben, dass die Aufgaben komplexer werden, 42 Prozent, dass sich der Kontakt zu Kollegen und Führungskräften in Zukunft virtueller gestalten wird.

 

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  • Psychische Gefährdungen 4.0
  • Strategische Konsequenzen der Digitalisierung
  • Mobiler Arbeitsschutz: Herausforderung Entgrenzung
  • Wie bereit sind die Arbeitnehmer für 4.0?

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Autor: Markus Horn 

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