25.09.2017

Gefährdungen in der Pflege vorbeugen

Zahlreiche nationale und internationale Studien berichten immer wieder über die hohen psychischen und physischen Belastungen, denen Pflegekräfte ausgesetzt sind. Unterweisungen können dabei helfen, den Gesundheitsschutz zu verbessern.

Nationale wie internationale Studien schlagen schon lange Alarm: Pflegekräfte sind in ihrem Berufsalltag besonders hohen Risiken ausgesetzt. Diese Personengruppe stellt im Gesundheitswesen die größte Gruppe der Beschäftigten dar.

Die meisten Fehltage haben laut dem Gesundheitsatlas 2017 des Dachverbands der Betriebskrankenkassen Beschäftigte in Pflege– und Altenheimen. Rund 24 Fehltage waren es im Jahr 2015 je Arbeitnehmer. Der Schnitt aller Berufstätigen lag bei 16 Fehltagen.

Bei den Unfallversicherungen in Deutschland, insbesondere der Berufsgenossenschaft Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), bilden die Unfallmeldungen bezüglich der Infektionen einen besonderen Schwerpunkt.

Risiken minimieren

Der Umgang mit und die Nähe zu infizierten Menschen, Ausscheidern oder Trägern infektiösen Materials stellen ein besonderes Risiko der Mitarbeiter im Gesundheitsdienst dar.

Weitere Risiken bestehen in unspezifischen Gefährdungen bzw. Unfällen wie

  • Ausrutschen
  • Prellen
  • Stoßen
  • Fallen
  • Wegeunfälle

Nicht zuletzt sind Beschäftigte im Gesundheitsdienst noch Belastungen ausgesetzt, die sich aus den Besonderheiten der Tätigkeit ergeben. Dazu gehören:

  • Wechselschicht
  • psychische Belastungen durch Leid und Tod anderer Menschen
  • Heben und Tragen
  • Personalnot
  • lange Arbeitszeiten verursacht durch
    – Notfälle
    – lange Operationszeiten
    – Ausfall von Kollegen
    – Personalengpässe

Tipp: Die BAuA kommt zu dem Ergebnis, dass erhebliche Mängel bei der Arbeitsorganisation der stationären Krankenpflege eine der Hauptquellen für das Erleben von Stress und psychischer Ermüdung sind. Die TU Dresden hat im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) bereits ein kriteriengeleitetes Verfahren entwickelt, um die Organisation von Stationen zu bewerten und zu gestalten.

Das Verfahren sowie ein entsprechender Leitfaden eignen sich für die Beurteilung von Arbeitsbedingungen.

Hilfe durch Schulungsmaterialien

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege bedürfen daher aus Sicht des Arbeits- und Gesundheitsschutzes besonderer Aufmerksamkeit. Das Thema wird jedoch aus Zeit- und Kostengründen vielerorts noch immer stark vernachlässigt.

Abhilfe können vorgefertigte Schulungsmaterialien schaffen, die sofort eingesetzt werden können. WEKA bietet Unterweisungsfolien an, in denen die Hauptgefährdungen in der Pflege – Heben und Tragen, Psychische Belastungen und Infektionsschutz – schnell und einfach geschult werden können.

Autor: WEKA Redaktion