Fachbeitrag | Unterweisung
28.04.2016

So wird Ihre Unterweisung im Arbeitsschutz erfolgreicher

Unterweisungen im Arbeitsschutz sind ein wichtiger Betrag für die Sicherheit und Gesundheit im Betrieb. Der Erfolg hängt stark von der Akzeptanz der Unterweisungen im Arbeitsschutz ab. Je praxisorientierter und mitreißender Sie Ihre Schulung gestalten, desto mehr erhöhen Sie die Aufmerksamkeit und damit auch die langfristige Wirkung der vermittelten Inhalte.

Unterweisung Arbeitsschutz

Unterweisungen im Arbeitsschutz werden oft als trockene Pflichtübungen angesehen. Daher sollten Sie Ihre Unterweisungen stets handlungsorientiert, praxisnah und für die Teilnehmer spannend gestalten. Sie leisten damit einen unmittelbar wirksamen Beitrag zu mehr Arbeits- und Gesundheitsschutz. Dabei ist es relativ einfach, die Mitarbeiter für Ihren Unterricht zu begeistern.

Bei Ihrer Unterweisung im Arbeitsschutz sollten Sie folgende Punkte beachten:

  1. Legen Sie konkrete Lernziele fest
    Wenn die Mitarbeiter ein möglichst konkretes Lernziel erhalten und zum Schluss eine Übung machen können, steigert dies die Aufmerksamkeit: Man muss ja das, was man sieht, hört und liest, direkt anwenden. Nennen Sie den Beteiligten deshalb zu Beginn das Lernziel: „Ich möchte, dass alle Teilnehmer am Schluss fünf Europaletten mit minimalem Vorsatz aufeinanderstapeln.“ Je konkreter, desto besser.
  2. Lassen Sie Stoff weg
    Je schlechter eine Unterweisung im Arbeitsschutz vorbereitet ist, desto mehr Stoff enthält sie. Denn da hat sich der Unterweiser keine Gedanken gemacht, was wichtig und was unwichtig ist. Entsprechend wird einfach alles referiert, was mit dem Thema zu tun hat. Eine gute Vorbereitung bedeutet deshalb vor allem auch, eine „didaktische Reduktion“ vorzunehmen und nicht benötigte Inhalte wegzulassen.
  3. Erstellen Sie ein klares Konzept für die Unterweisung im Arbeitsschutz
    Erstellen Sie für die Unterweisung ein Konzept, indem Sie sich selbst die Inhalte vor Augen führen und überlegen, wie Sie diese sinnvoll weitervermitteln können. Wichtig ist, dass Ihr Konzept vorausschauend ist. Nehmen Sie also vorhersehbare Reaktionen auf, insbesondere solche, die den Erfolg der Unterweisung gefährden könnten.
  4. Zeigen Sie immer die Praxis-Relevanz
    In der betrieblichen Praxis gibt es für Inhalte, die nach „Theorie“ klingen, kaum Verständnis. Wissen wird dann gut aufgenommen, wenn dessen Relevanz den einzelnen Mitarbeitern klar ist, insbesondere, was die Arbeitssituation jedes Einzelnen betrifft. Halten Sie Ihre Unterweisung im Arbeitsschutz deshalb möglichst direkt am Arbeitsplatz und lassen Sie die Mitarbeiter z. B. überlegen, wie sie Geräte und Materialien rückenschonender heben und tragen können.
  5. Beziehen Sie die Erfahrungen der Teilnehmer in die Arbeitsschutz-Unterweisung mit ein
    Damit das Lernen lebendiger und nachhaltiger wird, beziehen Sie die Mitarbeiter und deren Erfahrungen mit ein: Wer hatte schon einmal ein Problem damit? Welche Lösungen hat man bisher dafür gefunden? Wie sind diese zu bewerten? Ihre Rolle als Unterweiser ist es in diesem Fall, auf Vollständigkeit und Richtigkeit zu achten und das gesammelte Wissen in einen Zusammenhang zu bringen.
  6. Arbeiten Sie (auch) mit Medien
    Der klassische Lehrervortrag sollte die Ausnahme sein. Im Zeitalter von Digitalkameras ist es kein Problem mehr, Bilder und kurze Filme (natürlich unter vorheriger Einverständniserklärung der Mitarbeiter und ggf. des Betriebsrats) zu erstellen. In der Unterweisung können Sie dann auf die dargestellten Situationen eingehen:
  • Ein Mitarbeiter steht hinter dem Gabelstapler, ohne dass der Fahrer dies bemerkt. Was könnte passieren?
  • Der Arbeitnehmer verlegt das Kabel über den Laufweg des Kollegen. Wie lässt sich das vermeiden?
  • Unbeteiligte queren den Arbeitsbereich des Teams. Welche Risiken bestehen?

Selbstverständlich werden Sie anhand von einigen Aufnahmen nicht alle Aspekte aufzeigen können. Aber Sie aktivieren die Unterwiesenen und sensibilisieren sie für den Lernstoff.

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Autor: Markus Horn

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