Lexikonstichwort | Beitrag aus „Betriebliches Gefahrstoffmanagement“ 21.07.2016

Stoffdatenermittlung, -beschaffung

Stoffdaten im Sinne des Gefahrstoffrechts sind im weitesten Sinne Zahlenangaben oder Aussagen in Wortform, die Stoffe oder Gemische hinsichtlich ihrer (gefährlichen) Eigenschaften beschreiben. Die Pflicht zur Ermittlung der gefährlichen Eigenschaften von Stoffen und Gemischen am Arbeitsplatz ist in § 6 Gefahrstoffverordnung festgelegt.

Welche Daten müssen ermittelt werden?

Der Arbeitgeber muss für die im Betrieb vorkommenden Stoffe und Gemische folgende Eigenschaften ermitteln und beurteilen:

  • stoffliche Identität (z.B. Reinheit/Verunreinigungen, Zusammensetzung)

  • physikalische, chemische und physikalisch-chemische Eigenschaften, soweit diese sicherheitsrelevant sind

  • toxikologische Eigenschaften (z.B. akute und chronische Toxizität, Ätz-/Reizwirkung, sensibilisierende, krebserzeugende, erbgutverändernde und reproduktionstoxische Wirkung)

  • ökotoxikologische Eigenschaften (in Wasser und anderen Umweltkompartimenten)

  • Verhalten in der Umwelt (z.B. Abbaubarkeit oder Anreicherung)

Der Arbeitgeber hat sich die für die Gefährdungsbeurteilung notwendigen Informationen beim Inverkehrbringer oder aus anderen, ihm mit zumutbarem Aufwand zugänglichen Quellen zu beschaffen. Die wichtigste Informationsquelle für den Arbeitgeber ist das Sicherheitsdatenblatt.

Datenquellen

Grundsätzlich existieren zwei Möglichkeiten für die Datenbeschaffung:

  • Datenbeschaffung durch Prüfungen und Vorlage der entsprechenden Prüfnachweise

  • Datenbeschaffung durch Recherche in der Literatur, in Datenbanken …

Autor: Ulrich Welzbacher

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