Lexikonstichwort | Beitrag aus „Arbeitssicherheit kompakt“
23.06.2016

Stahlerzeugung

Helm und Schutzbrillendoeljindoel/​iStock/​Thinkstock

Bei der Stahlerzeugung wird Stahl industriell hergestellt. Dabei handelt es sich um Eisenlegierungen mit geringem Kohlenstoffgehalt und Eigenschaften wie Härte, Rostbeständigkeit oder Umformbarkeit. Die Stahlindustrie gehört als Wirtschaftszweig zur Schwerindustrie.

Aus Roheisen oder Schrott

In den Stahlwerken wird – meist per Hochöfen, seltener in Schmelzreduktionsanlagen – Roheisen erzeugt, aus dem wiederum im Konverter Stahl produziert wird. Diese Aufgaben übernehmen die Beschäftigten in der Funktion der Stahlwerker (auch: Stahlkocher). Als Nebenprodukt entstehen dabei Schlacken, die in eigenen Anlagen entsorgt werden. Rohstahl wird außerdem auch durch Recyceln von Stahlschrott im Elektrolichtbogenofen hergestellt.

Hitzearbeit und andere Risiken

Bei der Stahlerzeugung treten spezifische Belastungen und Gesundheitsgefährdungen auf. Die Zahl der Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten konnte hier in den vergangenen Jahrzehnten deutlich reduziert werden, was auf den verbesserten Arbeits- und Gesundheitsschutz zurückgeführt wird. Dennoch sind die Risiken nicht zu unterschätzen und erfordern teils besondere Maßnahmen.

So erfolgt die Arbeit am Hochofen in unmittelbarer Nähe zu flüssigem Roheisen, das Temperaturen von bis zu 1.500 °C erreicht. Damit zählt dieser Bereich zu den Hitzearbeitsplätzen gemäß DGUV Information 213-002.

Weitere Risiken entstehen unter anderem durch:

  • feuerflüssige Massen (Auswürfe, Reaktionen mit Wasser, beim Transport)

  • Versagen von Kühlsystemen

Autor: Christine Lendt 

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