Lexikonstichwort | Informieren und Recht 25.08.2015

Spannungsprüfer

Geräte zum Nachweis elektrischer Spannungen werden Spannungsprüfer genannt. Bei der Überprüfung elektrischer Leitungen wird die vorhandene Spannung oder Spannungsfreiheit festgestellt. Es gibt am Markt einpolige sowie zweipolige Spannungsprüfer.

Bevor an unter Spannung stehen den Teilen von elektrischen Anlagen gearbeitet wird, muss die Anlage zunächst freigeschaltet werden. Nach Absicherung gegen Wiedereinschalten wird zunächst die Spannungsfreiheit festgestellt. Nach dem Erden und Kurzschließen müssen benachbarte, unter Spannung stehende Teile zunächst abgedeckt oder abgeschrankt werden, bevor weitergearbeitet werden darf. Schwere Elektrounfälle können so vermieden werden.
Für Anlagen bis 1000V werden zweipolige Spannungsprüfer verwendet. Die Spannung wird durch eine Glimmlampe aufgezeigt. Außerdem lässt sich die Höhe der Spannung durch ein Messgerät ermitteln. Teilen einer Wechselspannungsanlage werden auch mit einpoligen Geräten geprüft.

Anlagen von über 1000V werden mit einpoligen Geräten geprüft. Auch hier wird die Spannung durch das Aufleuchten einer Lampe angezeigt. Dabei ist auf die Netzspannung der Anlagen zu achten, da auf dem Spannungsprüfer Spannungsgrenzen angegeben sind, die beachtet werden müssen. Die Anwendungsbeschränkungen „Bei Niederschlägen nicht verwenden“ sowie „Nur in Innenanlagen verwenden“ sind unbedingt zu beachten.

Vor jedem Einsatz ist der Spannungsprüfer zu kontrollieren, da Fehlanzeigen zu lebensgefährlichen Situationen führen können. Zur Erleichterung der Kontrolle gibt es Spannungsprüfer mit Eigenprüfvorrichtung. Die Spannungsfreiheit darf nur von Elektrofachkräften oder extra unterwiesenen Personen überprüft werden. Die Geräte müssen das GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) tragen. Es dürfen keine behelfsmäßigen Mittel benutzt werden.

Autor: WEKA Redaktion