16.03.2020

Infektionsschutz – Hygiene statt Corona

Einmal alle vier Minuten fassen wir Menschen uns laut einer amerikanischen Studie ins Gesicht. Gründliches Händewaschen ist deshalb auch Experten zufolge das A und O bei der Vorbeugung von Infektionen. Angesichts der aktuellen Ausbreitung des Coronavirus ist das wichtiger denn je. Welche Hygiene-Maßnahmen darüber hinaus gerade jetzt helfen können, lesen Sie hier.

Hygienemaßnahmen sind ein wirksamer Schutz vor Infektionskrankheiten wie Corona.

Corona steht umgangssprachlich sowohl für das Grippevirus SARS-CoV-2 als auch für die Grippeerkrankung COVID-19. Da die Viren erst vor kurzer Zeit beim Menschen nachgewiesen wurden, gibt es (noch)

  • kein Medikament für an Corona Erkrankte, es soll jedoch Gerüchten zufolge schon recht bald Medikamente geben, und
  • keine Schutzimpfung gegen Corona. Einen Impfstoff soll es Prognosen zufolge frühestens im Laufe des nächsten Jahres geben.

Fachleute nehmen an, dass Corona sich von den bei uns bislang üblichen Grippeviren vor allem in diesen beiden Punkten unterscheidet:

  • Corona ist ansteckender, da sich der Virus besonders im Rachenbereich stärker als andere Grippeviren vermehrt, und von dort ist der Weg nach draußen kurz.
  • Corona ist gefährlicher, denn während „übliche“ Grippeepidemien im Promillebereich zum Tod führen, gehen Fachleute bei Corona eher vom Prozentbereich aus.

Hygiene zum Schutz vor Corona

Corona wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Wie groß die Gefahr einer Schmierinfektion ist (Übertragung von Krankheitserregern durch Berührung eines Objekts oder Lebewesens), ist derzeit noch nicht bekannt. Die Wahrscheinlichkeit ist allerdings hoch, dass bekannte Hygienemaßnahmen gegen andere Erkältungskrankheiten auch gegen Corona helfen. Machen Sie Ihren Kollegen deshalb klar, wie wichtig Hygiene ist, um eine Ansteckung zu vermeiden.

Die folgenden Hygienemaßnahmen empfehlen sich nicht nur gegen Corona, sondern ganz allgemein in Zeiten von Grippe- und Erkältungsperioden:

Husten und niesen

Husten oder niesen Sie immer in die Armbeuge. Wenn Sie stattdessen die Hand vor den Mund halten, gelangen die Erreger auf die Hand, mit der Sie den nächsten Türgriff oder die Kaffeekanne ergreifen. Damit setzen Sie die Kollegen fahrlässig der Gefahr einer Schmierinfektion aus:

Halten Sie Abstand zu anderen, wenn Sie husten oder niesen. Benutzen Sie ausschließlich Einmaltaschentücher und entsorgen Sie diese danach in einen Abfallbehälter. Waschen Sie sich auch nach diesem Vorgang die Hände.

Händewaschen

Waschen Sie sich häufiger als sonst gründlich mit Seife die Hände!

Hängen Sie an allen Waschbecken Anleitungen aus, wie man sich gründlich die Hände wäscht. Stellen Sie einen Katalog mit Hygieneregeln auf, den Sie von der Geschäftsleitung bekannt machen lassen. Unterweisen Sie die Kollegen anhand des Hygienekatalogs und der Anleitung zum Händewaschen.

Praktisches Poster „Hände richtig waschen“ für Feucht- und Nassräume

Hängen Sie das Poster an allen Handwaschplätzen im Betrieb aus! Laminiert und im praktischen DIN-A4-Format sensibilisieren und informieren Sie damit Ihre Belegschaft mit diesem praktischen Aushang zum richtigen Händewaschen und -desinfizieren, um Krankheitswellen vorzubeugen.

Hier erfahren Sie mehr zum Poster.

Verzichten Sie darauf, sich gegenseitig die Hand zu geben, und reinigen Sie Türklinken, Griffe, Hebel, Schalter und andere Gegenstände, die Kollegen gemeinsam benutzen, möglichst mehrmals täglich.

Kranke Kollegen

Klären Sie mit der Geschäftsleitung, dass Kollegen, die Symptome einer Infektion zeigen, zu Hause bleiben und einen Arzt konsultieren sollen. Auch wenn es sich dabei nicht um Corona handelt – erkältete Kollegen sollten der Arbeit fernbleiben. Sie können ohnehin nicht mit vollem Einsatz arbeiten und tragen dazu bei, den Krankenstand zu erhöhen.

Mund-Nasen-Schutz

Einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz zu bekommen, ist durch Corona bereits schwieriger geworden. Dabei sollten diesen Schutz vor allem Menschen tragen, die sich (möglicherweise) bereits infiziert haben, um ihre Umgebung vor der Gefahr einer Infektion zu schützen.

 

 

Autor: Martin Weyde