Lexikonstichwort | Beitrag aus „Arbeitssicherheit kompakt“ 23.06.2016

Sand und Kies

Im bautechnischen Sinne ist Kies ein Lockergesteinsboden, der sich über die Korngröße definiert. Dabei handelt es sich um gerundete Gesteins- oder Mineralkörner mit einem Korndurchmesser zwischen 2 und 63 mm. Sand ist ein loses Sediment mit Mineralkörnern (meist Quarzkörnern), die überwiegend eine Korngröße von 0,063 bis 2 mm aufweisen.

Verschiedene Korngrößen

Die Korngrößen von Kies und Sand wurden ursprünglich durch die DIN 4022 definiert, die im Jahr 2002 aufgehoben und durch die Normen DIN EN ISO 14689-1 sowie DIN EN ISO 22475-1 abgelöst wurde. Demnach erfolgt die Klassifizierung in Grobkies (20,0 bis 63,0 mm) und Mittelkies (6,3 bis 20,0 mm), beides auch umgangssprachlich als Kieselsteine bezeichnet, sowie Feinkies (2,0 bis 6,3 mm).

Abrutschen und Verschütten

Kies und Sand sind als Rohstoffe für das Bauwesen von Bedeutung, Quarzsand auch für die Glas- und Halbleiterindustrie. Kies wird auch für die Herstellung von Beton genutzt, indem er als Zuschlag (Gesteinskörnung) dient. Kiese und Sande werden unter anderem auch als Füll- und Schüttmaterial im Tiefbau, als Mauer- und Putzsande sowie zur Herstellung von Kalksandsteinen und zementgebundenen Formsteinen verwendet.

Das Material als solches stellt anders als Gefahrstoffe keine Gefährdung dar. Gefährdungen ergeben sich vielmehr besonders bei Aufgaben oder in Bereichen, bei denen Kies oder Sand außer Kontrolle geraten, etwa durch Abrutschen oder Werschüttetwerden von Beschäftigten. Auch kommt es immer wieder zu …

Autor: Christine Lendt

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