11.02.2020

RoHS-Richtlinie um zwei weitere Ausnahmen ergänzt

Die Richtlinie 2011/65/EU (RoHS-Richtlinie) beschränkt die Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten. Sie wurde nun um zwei Ausnahmen ergänzt.

Sensor-Aktor-Kabel

Die Delegierten Richtlinien (EU) 2019/1845 und (EU) 2019/1846 vom 08.08.2019 (ABl. EU Nr. L 283 vom 05.11.2019 S. 38 und 41) änderten – zwecks Anpassung an den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt – den Anhang III „Von der Beschränkung des Artikels 4 Absatz 1 ausgenommene Verwendungen“ der RoHS-Richtlinie 2011/65/EU. Dort wurden nun zwei weitere Ausnahmen ergänzt:

  • Ein neuer Eintrag 43 gestattet den Einsatz von Di(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP) in bestimmten in Motorsystemen verwendeten Gummibauteilen (Richtlinie (EU) 2019/1845).
  • Ein neuer Eintrag 44 gestattet den Einsatz von Blei in Loten für Sensoren, Aktuatoren und Motorsteuergeräten zur Verwendung in bestimmten Verbrennungsmotoren (Richtlinie (EU) 2019/1846).

Beide Ausnahmen sind auf fünf Jahre befristet und gelten bis zum 24.07.2024.

Die geänderte RoHS-Richtlinie ist am 20. Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union – also am 25.11.2019 – in Kraft getreten; die Bestimmungen müssen von den Mitgliedsstaaten bis zum 30.04.2020 in nationale Rechtsvorschriften umgesetzt werden.

Autor: Ulrich Welzbacher