Fachbeitrag | Organisation und Dokumentation 12.10.2015

Hilfestellungen für die REACH-Registrierung 2018 in deutscher Sprache

Die letzte Registrierungsfrist unter REACH naht. Speziell für Einsteiger und kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) stehen jetzt umfangreiche Hilfestellungen für die REACH-Registrierung zur Verfügung- allerdings nur in englischer Sprache. Wir haben für Sie das Wichtigste ins Deutsche übersetzt.

Gefahrstofffässer

Die letzte Registrierungsfrist unter REACH“ target=“_blank“>REACH für Stoffe, die in Mengen von 1-100 t/a hergestellt oder importiert werden, naht. Unternehmen, die davon betroffen sind, sollten damit beginnen, sich auf diese Frist vorzubereiten. Die ECHA erwartet zur Frist am 31. Mai 2018 bis zu 70.000 Registrierungsdossiers im Mengenbereich von 1-100 t/a.

 

Informationen der ECHA für die REACH-Registrierung

Viele der Informationen stehen nur in englischer Sprache zur Verfügung; für eine erfolgreiche Registrierung ist es aber unerlässlich, auch diese Informationen zu kennen. Für den Einstieg werden hier die ersten erforderlichen Schritte in deutscher Übersetzung dargestellt.

 

1. Überprüfung des Chemikalien-Portfolios

Von der REACH-Registrierungsfrist 31. Mai 2018 betroffen sind vorregistrierte Stoffe, die in Mengen von einer 1 bis 100 Tonnen pro Jahr hergestellt oder von außerhalb der EU importiert werden und bisher noch nicht registriert sind. Wenn Stoffe noch nicht vorregistriert sind, können diese noch bis zum 31. Mai 2017 nachträglich vorregistriert werden.

Überprüfung des Portfolios
Ausgehend vom Chemikalien-Portfolio müssen die Stoffe identifiziert werden, die der Registrierungsfrist 31. Mai 2018 unterliegen. Die Kenntnisse über die Verpflichtungen im Rahmen von REACH sollten dabei auf dem neuesten Stand sein. Außerdem ist zu entscheiden, welche Stoffe weiterhin auf dem Markt vertrieben werden sollen.

REACH fordert gewissenhafte Identifizierung der Stoffe
Eine eindeutige und korrekte Identifizierung der zu registrierenden Stoffe ist ausschlaggebend für eine erfolgreiche und REACH-konforme Registrierung. Hierbei muss überprüft werden, ob die Angaben zur Stoffidentität bei der Vorregistrierung immer noch gültig sind. Die Informationsanforderungen der REACH-Verordnung ergeben sich aus der Menge oder der Verwendung der Stoffe und können variieren. Im weiteren Verlauf des Registrierungsverfahrens werden all diese Informationen unter Verwendung der IUCLID-Software in einem Registrierungsdossier zusammentragen.

2. Ermittlung von Mitregistranten

Pflicht zur Zusammenarbeit mit Mitregistranten

Alle Mitregistranten für denselben Stoff beteiligen sich an einem sogenannten SIEF (Substance Information Exchange Forum, Forum zum Austausch von Stoffinformationen). Die Registranten müssen hierbei zwei Verpflichtungen nachkommen:

  •  dem Austausch wissenschaftlicher Daten und
  • der gemeinsamen Registrierung

Ermittlung von Mitregistranten

Zahlreiche Stoffe wurden schon registriert. Die Liste der bereits registrierten Stoffe veröffentlicht die ECHA in der Datenbank zu registrierten Stoffen.

  1. Stoff ist schon registriert:
    Ermittlung des federführenden Registranten. Möglicherweise kontaktiert das betreffende Unternehmen initiativ per E-Mail die Mitregistranten. Sollte dies unterbleiben, sind die notwendigen Informationen auf den“Prä-SIEF-Seiten“ von REACH-IT zu finden. Mit dem federführenden Registranten wird gemeinsam geklärt, ob ein Stoff dem Stoff in einer bestehenden Registrierung entspricht.
  2. Stoff ist noch nicht registriert:
    Ermittlung der Kontaktdaten von potenziellen Mitregistranten auf den Prä-SIEF-Seiten von REACH-IT. Gegenseitige Information aller Mitregistranten darüber, dass Absicht besteht, denselben Stoff registrieren zu lassen.

 

Autor: Urs Schlüter