Lexikonstichwort | Beitrag aus „Arbeitssicherheit kompakt“
23.06.2016

Psychische Beanspruchung und Belastung

Helm und Schutzbrillendoeljindoel/​iStock/​Thinkstock

Umgangssprachlich meint „psychische Belastungen“ alle negativ erlebten Anforderungen durch die Arbeit und am Arbeitsplatz: „Das belastet mich.“

Formal korrekt und in Anlehnung an die DIN EN ISO 10075 („Ergonomische Grundlagen bezüglich psychischer Arbeitsbelastung“) ist „psychische Belastung“ jedoch ein neutraler Begriff. Er bezeichnet „die Gesamtheit aller erfassbaren Einflüsse, die von außen auf den Menschen zukommen und psychisch auf ihn einwirken“, unabhängig davon, wie sie sich psychisch auswirken.

„Die unmittelbare (nicht die langfristige) Auswirkung der psychischen Belastung im Individuum“ wird als „psychische Beanspruchung“ bezeichnet. Sie kann entsprechend der aktuellen Verfassung, biografischen und biologischen Prägungen sowie individuellen Bewältigungsstrategien anregen und aktivieren oder im negativen Fall zur „psychischen Fehlbeanspruchung“ führen.

Potenziell psychisch belastende Faktoren

Um betriebliche Belastungsfaktoren, die häufig zur Fehlbeanspruchung von Beschäftigten führen, zu erfassen, bietet sich eine Aufteilung in Faktoren der Arbeitsaufgabe, der Arbeitsorganisation, der physischen Arbeitsumgebung und der psychosozialen Arbeitsumgebung an (Tab. 1) (vgl. GDA „Leitlinie Beratung und Überwachung bei psychischer Belastung am Arbeitsplatz“, Stand: 19. November 2015).

Potenziell psychisch belastend können u.a. folgende Faktoren sein:

Tab. 1:

Arbeitsaufgabe

Arbeitsorganisation

Physische Arbeitsumgebung

Psychosoziale Arbeitsumgebung

  • Arbeitsmenge

Autor: Carsten Burfeind 

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