Lexikonstichwort | Beitrag aus „Betriebliches Gefahrstoffmanagement“ 21.07.2016

Nachgeschalteter Anwender unter REACH

Nachgeschalteter Anwender (Downstream User) ist nach Art. 3 Nr. 13 der REACH-Verordnung eine „natürliche oder juristische Person mit Sitz in der Gemeinschaft, die im Rahmen ihrer industriellen oder gewerblichen Tätigkeit einen Stoff als solchen oder in einem Gemisch verwendet, mit Ausnahme des Herstellers oder Importeurs. Händler oder Verbraucher sind keine nachgeschalteten Anwender. Ein aufgrund des Artikels 2 Absatz 7 Buchstabe c ausgenommener Reimporteur gilt als nachgeschalteter Anwender.“

Pflichten der nachgeschalteten Anwender

Den nachgeschalteten Anwender trifft in der REACH-Verordnung eine Vielzahl von Pflichten; die wesentlichen Pflichten werden in Titel V „nachgeschaltete Anwender“ genannt:

  • Artikel 37: Stoffsicherheitsbeurteilungen der nachgeschalteten Anwender und Pflicht zur Angabe, Anwendung und Empfehlung von Risikominderungsmaßnahmen

  • Artikel 38: Informationspflicht der nachgeschalteten Anwender

  • Artikel 39: Geltung der Pflichten der nachgeschalteten Anwender.

Bewertung von Stoffen durch nachgeschaltete Anwender

Anhang XII der Verordnung enthält „Allgemeine Bestimmungen für nachgeschaltete Anwender zur Bewertung von Stoffen und zur Erstellung von Stoffsicherheitsberichten“.

In diesem Anhang wird dargelegt, wie nachgeschaltete Anwender beurteilen und dokumentieren sollen, dass die Risiken für diejenigen Verwendungen, die nicht in den ihnen bereitgestellten Sicherheitsdatenblättern erfasst sind, angemessen beherrscht werden und dass weitere nachgeschaltete …

Autor: Ulrich Welzbacher

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