12.03.2019

Mitarbeiter in Unterweisungen einbeziehen

Eine neue Praxishilfe der Kampagne "kommmitmensch" zeigt verschiedene Ansätze auf, wie Sie Sicherheit und Gesundheit ohne großen Aufwand in die tägliche Arbeit einfließen können. Die Veröffentlichung richtet sich vor allem an kleinere und mittlere Betriebe.

Mitarbeiter bringen sich in eine Schulung ein beim Betriebsrundgang

Für viele Unternehmen sind Unterweisungen im Arbeitsschutz bloß eine gesetzliche Pflicht. Mit der richtigen Kommunikation können sie aber auch zu einem Mehrwert für den betrieblichen Alltag werden. Wie das geht, vermittelt jetzt eine neue Praxishilfe der Kampagne „kommmitmensch“ mit dem Titel „Gemeinsam besser kommunizieren: Gesprächsformate für eine gute Kultur“.

„Mit unseren Praxishilfen zeigen wir verschiedene Ansätze auf, wie Sicherheit und Gesundheit ohne großen Aufwand in die tägliche Arbeit einfließen können“, erklärt Dr. Marlen Cosmar, Referentin am Institut für Arbeit und Gesundheit der DGUV. „Feste Gesprächsformate unterstützen den Austausch über Risiken und gefährliche Situationen. Dadurch wird es ganz selbstverständlich, Sicherheit und Gesundheit immer wieder mit zu bedenken. Die Themen werden Teil der Unternehmenskultur – das wollen wir mit der Kampagne erreichen.“

Unterweisung – Themen aktiv erarbeiten

Eines der Gesprächsformate der neuen Praxishilfe sind Unterweisungen. Damit sie gelingen, sollten Unternehmen die Beschäftigten aktiv daran beteiligen. (Wie Sie rhetorisch Ihre Mitarbeiter in Unterweisungen begeistern, lesen Sie im Beitrag „So halten Sie wirksame Arbeitssicherheitsunterweisungen“).

Anstelle eines Vortrags empfiehlt die Kampagne z.B. Rundgänge, bei denen sich alle Gefahrenstellen anschauen und gemeinsam an einer Lösung arbeiten. Der Einsatz von Schutzeinrichtungen an Maschinen und persönlichen Schutzausrüstungen kann gemeinsam geprobt werden.

Eine spielerische Umsetzung solcher Rundgänge sind QR-Code-Rallyes, wie Sie sie im Ausbildungs-Paket „Brandschutzhelfer selbst ausbilden“ finden. Bei dieser „digitalen Schnitzeljagd“ laufen die Teilnehmer die von Ihnen ausgewählten Stationen im Betrieb ab und rufen dort über QR-Codes Brandschutz-Aufgaben auf, die sie mit ihren Smartphones oder Tablets lösen.

Führungskräfte sollten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu ermutigen, sich im Gespräch einzubringen. Das gilt auch für das Thema psychische Belastungen, das alle Beteiligten am besten in einem offenen Dialog diskutieren.

Medien und Materialien wie Plakate von Unfallversicherungsträgern oder Verlagen stehen den Betrieben zur Verfügung und helfen, die Unterweisung anschaulich zu gestalten.

Auch WEKA MEDIA hat zahlreiche Plakate im Angebot, die übersichtlich und knapp auf wichtige Vorsichts- und Sicherheitssmaßnahmen hinweisen, etwa die Poster „Verhalten im Brandfall“ oder „10 Verhaltensregeln für mehr Sicherheit“.

„Den Führungskräften kommt eine besondere Rolle zu, wenn eine Kultur der Prävention im Betrieb verankert werden soll“, so Dr. Marlen Cosmar: „Mit der Praxishilfe geben wir ihnen Gesprächsformate an die Hand, die sie gezielt einsetzen können, um Sicherheit und Gesundheit in den Arbeitsalltag zu integrieren.“

Neben der Unterweisung stellt die neue Praxishilfe der Kampagne „kommmitmensch“ folgende Gesprächsformate vor: Spontane Gespräche, Sicherheitskurzgespräche, Sicherheits- und Gesundheitszirkel, Betriebliches Vorschlagswesen, Aktionstage zu Sicherheit und Gesundheit.

Die Praxishilfe „Gemeinsam besser kommunizieren: Gesprächsformate für eine gute Kultur“ können Sie hier herunterladen.

Hintergrund „kommmitmensch“

„kommmitmensch“ ist die bundesweite Präventionskampagne von Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und ihrem Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). Hintergrund ist, dass die Zahl der Arbeitsunfälle in den vergangenen Jahren nicht mehr deutlich gesunken ist.

Um einer Welt ohne Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen näher zu kommen, braucht es deshalb einen ganzheitlichen Ansatz. „kommmitmensch“ unterstützt Unternehmen und Bildungseinrichtungen dabei, eine entsprehende Präventionskultur zu entwickeln.

 

Quelle: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)

Autor: WEKA Redaktion