12.01.2015

Mehr Sicherheit beim Wechsel von LED-Röhrenlampen

Müssen beim Wechsel von Leuchtstoffröhren auf LED-Röhrenlampen Leuchten umgebaut werden, kann das zu Stromschlägen oder Kurzschlüssen führen. Die Verbraucherinformation zu LED-Röhrenlampen zeigt, wie Sie diese Gefahren vermeiden.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), das Regierungspräsidium Kassel und VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut GmbH warnen in einer Verbraucherinformation zu LED-Röhrenlampen die Öffentlichkeit vor Gefahren, die beim Wechsel von Leuchtstoffröhren auf LED-Röhrenlampen auftreten können. Sie stellen Vor- und Nachteile der neuen Technik vor und geben Tipps, worauf Sie bei der Auswahl sicherer LED-Leuchten achten müssen.

LED-Leuchten: flimmerfrei und stromsparend

LED-Röhrenlampen sind flimmerfrei und sparen Strom – und sind somit eine starke Konkurrenz für Neonröhren. Das Angebot ist groß, die Informationstiefe für den Verbraucher allerdings gering.
Wichtig ist, dass die Leuchten beim Wechsel von Leuchtstoffröhren auf LED-Röhrenlampen nicht umgebaut werden müssen, da Stromschläge oder Kurzschlüsse drohen.

Vier Varianten von LED-Röhrenlampen

Am Markt befinden sich zurzeit vier Varianten von LED-Röhrenlampen:

  1. Retrofit-Variante
  2. Konversions-Variante
  3. „Vorgetäuschte“ Retrofit-Variante
  4. LED-Röhrenlampen mit elektrischem Durchgang

Bei Retrofit-Variante kein Umbau nötig

Im Gegensatz zur Konversions-Variante ist bei der Retrofit-Variante kein Umbau der Leuchte nötig. Die LED-Lampe wird zusammen mit einem speziellen Starter vertrieben.

Vorsicht: Umbauer wird zum Hersteller (Haftung!)

Ein Umbau der Leuchte hat jedoch weitreichende Konsequenzen: Der Umbauer wird zum Hersteller der Leuchte und ist somit für die Sicherheit verantwortlich. Zudem drohen Kurzschlüsse oder Stromschläge, wenn der Umbau nicht korrekt erfolgt. Dies gilt auch für die „vorgetäuschten“ Retrofit-Varianten, die ebenfalls einen Umbau der Leuchte erfordern.

LED-Röhrenlampen mit elektrischem Durchgang besonders gefährlich

LED-Röhrenlampen mit elektrischem Durchgang stufen die Experten aus der Produktsicherheit als besonders gefährlich ein. Bei diesen Röhrenlampen sind die elektrischen Kontakte von Außen nicht sichtbar, sodass beim Wechseln der LED-Röhren die Gefahr eines Stromschlags besteht.

LED-Röhrenlampen: Experten warnen vor Umbau

Die Verbraucherinformation warnt aufgrund möglicher Gefährdungen und möglicher Produkthaftung davor, Leuchten bei einem Technologiewechsel umzubauen. Aus diesem Grund empfehlen sie den Einbau von Retrofit-Varianten, die sich jedoch nicht für alle Leuchten eignen. Allerdings eignet sich die Variante nicht für alle Leuchten, sodass auch jeden Fall auf Hinweise des Herstellers geachtet werden muss.

LED-Röhrenlampen: Was die Experten empfehlen

  • Die Retrofit-Variante wählen, die einen speziellen Starter enthält
  • Auf LED-Röhren verzichten, die nach Angaben der Hersteller keinen Starter benötigen
  • Nur geprüfte und zertifizierte LED-Lampen verwenden

Alle Informationen befinden sich im Internet unter der Adresse  www.baua.de.

Autor: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)