07.04.2016

Berufskrankheit Lungenkrebs

Wärmedämmung

Unter Lungenkrebs, medizinisch auch Lungenkarzinom oder Bronchialkarzinom, versteht man eine bösartige Neubildung entarteter Zellen der Bronchien. Lungenkrebs kann viele Ursachen haben, von denen die am häufigsten vorkommende das Rauchen ist, da Tabakrauch viele karzinogene Stoffe enthält.

Im Beruf ist vor allem das Einatmen von Quarzstäuben oder Asbest für die Entstehung von Lungenkrebs verantwortlich. Es gilt als wissenschaftlich erwiesen, dass das Lungenkrebsrisiko bei Vorliegen einer Silikose oder einer Asbestose deutlich erhöht ist.

Lungenkrebs als Berufskrankheit

Die Berufskrankheiten-Verordnung nennt zwei Arten von Lungenkrebs, die durch Exposition anorganischer Stäube entstehen können:

  • 4104: Lungenkrebs in Verbindung mit Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose) in Verbindung mit durch Asbeststaub verursachter Erkrankung der Pleura oder
    bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Asbestfaserstaub-Dosis am Arbeitsplatz von mindestens 25 Faserjahren (25 × 106 [(Fasern/m3) × Jahre)]
  • 4112: Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Silikotuberkulose)
Autor: WEKA Redaktion