28.08.2019

Lärmbelastung von Beschäftigten verringern

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) stellt in einem nun veröffentlichten Bericht vor, wie sich die Umgebungskorrektur für die Ermittlung von Geräuschemissionsangaben einfacher bestimmen lässt.

Lärm und Schwerhörigkeit

Lärmschwerhörigkeit gehört in Deutschland zu den am häufigsten anerkannten Berufskrankheiten. Vor allem in Industrie und Handwerk ist die Lärmminderung durch die gezielte Auswahl leiserer Maschinen im Sinne eines Buy-Quiet-Konzeptes von großer Bedeutung für den Arbeitsschutz. Für die erfolgreiche Umsetzung dieses Konzeptes werden belastbare Geräuschemissionsangaben der Hersteller von Maschinen benötigt.

Zweck des BAuA-Berichts

Der Bericht „Geräuschemission von Maschinen – Einfache näherungsweise Ermittlung der Umgebungskorrektur“ zeigt, wie sich die Hürden zur Ermittlung der Umgebungskorrektur senken lassen, wenn in den Betrieben bereits vorhandene Maschinen als Ersatz-Referenzschallquelle (Ersatz-RSS) verwendet werden. Dies verbessert die Geräuschemissionsangaben von Maschinen und ermöglicht die gezielte Beschaffung leiserer Maschinen.

Vorgaben europäisch harmonisierter Normen

Um die Sicherheitsanforderungen der Maschinenrichtlinie zu erfüllen, stehen Herstellern zur Ermittlung der Geräuschemissionsangaben europäisch harmonisierte Normen zur Verfügung. Diese erfordern teilweise Messungen in reflexionsarmen Halbräumen, die technisch und finanziell aufwendig sind.

Einige Normen erlauben Messungen außerhalb eines akustischen Messraumes. Dies ist kostengünstiger, erfordert aber, dass die Umgebungskorrektur ermittelt wird. Diese korrigiert den mittleren Schalldruckpegel bezüglich der Abweichungen von idealen Freifeldbedingungen.

Aufbau des BAuA-Berichts

Der BAuA-Bericht erläutert zunächst die wichtigsten physikalischen Grundlagen (Kap. 2), damit das in Kapitel 3 beschriebene Verfahren zur Ermittlung der Schallleistung verstanden wird. In Kapitel 4 wird dem Leser schließlich das vereinfachte Verfahren zur Ermittlung der Umgebungskorrektur vorgestellt. Dabei wählen die Autoren anhand von dort vorgestellten Kriterien die Ersatz-Referenzschallquellen aus.

In den weiteren Kapiteln schließen sich Beschreibungen zu den Messaufbauten, Diskussionen über die Eignung der verschiedenen Ersatz-RSS, die Ermittlung der Umgebungskorrektur in verschiedenen Räumen sowie eine konkrete Handlungsanleitung an. Der Bericht schließt mit einer Zusammenfassung sowie einem Ausblick auf die weitere Forschung der BAuA auf dem Gebiet der Geräuschemissionsmessverfahren ab.

Quelle: BAuA

Autor: WEKA Redaktion