23.06.2016

Künstliche optische Strahlung

Sicherheitsingenieur

Die künstliche optische Strahlung bildet einen Teil des elektromagnetischen Spektrums. Drei Arten von Strahlung werden unter diesem Begriff verstanden: erstens die ultraviolette Strahlung (UV), zweitens das für den Menschen sichtbare Licht (VIS) und drittens die Infrarotstrahlung (IR). In § 2 Abs. 2 OStrV heißt es:

„Künstliche optische Strahlung im Sinne dieser Verordnung ist jede optische Strahlung, die von künstlichen Strahlungsquellen ausgeht.“

Künstliche Strahlungsquellen – anders als die Sonne als natürliche Strahlungsquelle – sind beispielsweise UV-Lampen oder -Strahler, wie sie in Solarien verbaut werden. IR-Strahlungen gehen dagegen hauptsächlich von Glühlampen oder Heizstrahlern aus.

Gesundheitliche Auswirkungen von künstlicher optischer Strahlung

Vor allem die UV- und die IR-Strahlung haben Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Eine überdurchschnittliche Strahlenbelastung schädigt in erster Linie die Augen und die Haut. Die Schwere der Schäden variiert dabei zwischen akuten, sofortigen und langfristigen chronischen Erkrankungen.

Besondere Gefahr geht von der UV-Strahlung aus. Sie kann das menschliche Immunsystem in der Weise schwächen, dass sich der Körper nicht mehr ausreichend gegen Infektionen wehren kann. Aber auch Bindehautentzündungen des Auges oder Entzündungen der Hornhaut können auf zu hoch dosierte und zu lang konsumierte künstliche optische Strahlung zurückgeführt werden.

Berührungspunkte mit künstlicher optischer Strahlung

Berührungspunkte mit künstlicher IR-Strahlung treten vor allem im Bereich der drahtlosen Kommunikation auf. Hierzu zählen:

  • IR-Fernbedienungen
  • IR-Schnittstellen für
    • Computer und
    • Lichtschranken

Künstliche UV-Strahlen werden hauptsächlich in Medizin, Forschung und biologischen Testverfahren eingesetzt. Auch Laserstrahlung zählt zur künstlichen optischen Strahlung. Ihr Haupteinsatzgebiet liegt in der Fertigung und dient der Zerteilung von Metallen.

Schutz vor künstlicher optischer Strahlung

Die folgenden Punkte zeigen Maßnahmen auf, die vor übermäßiger künstlicher optischer Strahlung schützen können:

  • Arbeitsmittel verwenden, die eine geringere künstliche optische Strahlung ausstoßen
  • regelmäßige Wartungsprogramme für Arbeitsmittel, Arbeitsplätze und Arbeitsplatzsysteme anwenden
  • Dauer der Strahlungsaussetzung verringern
  • geeignete Schutzkleidung zur Verfügung stellen
  • Abschirmungen oder vergleichbare Schutzvorrichtungen installieren

Generell ist der Arbeitgeber verpflichtet, zu überprüfen, ob die festgelegten Strahlungsgrenzwerte überschritten werden. Die Angaben hierzu stehen auf der jeweiligen Strahlquelle.

Autor: WEKA Fachredaktion

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