23.06.2016

Hafenarbeit

Arbeitssicherheit

Trotz fortschreitender Technisierung und Digitalisierung birgt die Hafenarbeit heute wie früher vielfältige Gefährdungen für Arbeitnehmer.

Bedeutung der Hafenarbeit

Generell unterscheidet man Häfen in Binnen- und Seehäfen. Diese lassen sich wiederum unter anderem unterscheiden in Passagierhäfen, Militärhäfen, Versorgungshäfen, Fischereihäfen und Handelshäfen.

Vor allem der Waren- und Gütertransport auf dem Seeweg spielt in Zeiten der Globalisierung eine sehr bedeutende Rolle. Folglich dienen Seehäfen weltweit als Warenumschlagsplatz, an dem große Containerschiffe Güter abladen und neue Waren aufnehmen. Weltweit bedeutende Seehäfen für den Waren- und Gütertransport befinden sich beispielsweise in

  • Hamburg
  • Rotterdam
  • Schanghai und auch in
  • Singapur.

An dieser Stelle soll der Fokus auf der Hafenarbeit in Handelshäfen liegen. Dort werden Waren und Güter in großen Mengen mithilfe von Containern umgeschlagen. Die Container werden hier von den Schiffen abgeladen, gelagert und gegebenenfalls auf dem Landweg weitertransportiert oder erneut auf Schiffe verladen.

Rahmenbedingungen der Hafenarbeit

Arbeitnehmer, die Hafenarbeit verrichten, wurden früher als Hafenarbeiter bezeichnet. Heute lautet die offizielle Bezeichnung Fachkraft für Hafenlogistik. Arbeitnehmer, die Hafenarbeit verrichten, sind meist im Freien tätig. Auch Schichtarbeit gehört zum Alltag einer Fachkraft für Hafenlogistik.

Die Tätigkeiten dieser Angestellten umfassen unter anderem

  • Arbeiten an hochgelegenen Arbeitsplätzen
  • Arbeiten auf Containern
  • Alleinarbeit
  • den Einsatz von und Arbeiten mit Einweisern
  • den Einsatz von und Arbeiten mit Umschlaggeräten und Lastaufnahmeeinrichtungen
  • den Transport von Containern.

Des Weiteren gehören auch der Einsatz von Personenaufnahmemitteln, der Betrieb von Fahrzeugen und Flurförderzeugen sowie der Umgang mit Gefahrstoffen und Gefahrgütern zu den Tätigkeitsbereichen von Hafenarbeitern.

Gefährdungen für Arbeitnehmer bei der Hafenarbeit

Grundlegende Gefährdungen für Hafenarbeiter ergeben sich aus den möglichen Verständigungsproblemen, die durch die hohe Internationalität von Seehäfen entstehen können. Nicht jeder Arbeiter spricht dort zwangsläufig die gleiche Sprache. Folglich ist vor allem darauf zu achten, Betriebsanweisungen und Gefährdungsbeurteilungen für alle Mitarbeiter verständlich zu gestalten.

Wichtig für die Hafenarbeit ist auch die Verwendung von geeigneter persönlicher Schutzausrüstung (PSA). Dazu zählen an Häfen vor allem Fuß- und Kopfschutz sowie eine Warnkleidung. Auch sollte die PSA an die Wetterverhältnisse angepasst sein, die in Meeresnähe herrschen können, wie beispielsweise starker Wind und Regen.

Weitere Gefahren für Hafenarbeiter können vor allem auch durch die Güter und Waren entstehen, die dort gelagert und umgeschlagen werden. Diese können in den unterschiedlichsten Formen im Hafen ankommen: als lose transportierte Fracht (Schüttgut) oder in Verpackungen wie Kisten, Paletten, Fässern oder Containern. Da in Häfen auch Container in sogenannten Containerterminals gelagert und gestapelt werden

Autor: WEKA Fachredaktion

Sie sehen nur einen Ausschnitt aus dem Produkt „Arbeitssicherheit kompakt“. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, „Arbeitssicherheit kompakt“ 30 Minuten lang live zu testen - sofort, ohne Registrierung und mit Zugriff auf fast alle Funktionen.

„Arbeitssicherheit kompakt“ jetzt 30 Minuten live testen!