23.06.2016

Gesunde Führung

Gesundes Führen ist in Zeiten, in denen die Ausfalltage aufgrund von psychischen Erkrankungen jährlich neue Höchststände erreichen, ein nicht zu vernachlässigendes Thema. Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter hängen stark vom Führungsverhalten der Vorgesetzten und der Führungskultur des Unternehmens ab.

Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung

Gesunde Führung ist in Zeiten, in denen die Ausfalltage aufgrund von psychischen Erkrankungen jährlich neue Höchststände erreichen, ein nicht zu vernachlässigendes Thema. Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter hängen stark vom Führungsverhalten der Vorgesetzten und der Führungskultur des Unternehmens ab. Sicherheitsfachkräfte sollten zum einen die Zusammenhänge kennen und zum anderen auf eine Verbesserung des Führungsstils hinwirken. Dazu eignen sich beispielsweise Führungskräfteschulungen.

Gesundes Führen und Gesundheit

”Das Führungsverhalten hat einen entscheidenden Einfluss auf das Befinden und die Gesundheit der Mitarbeiter, also darauf, wie sich Menschen an ihrem Arbeitsplatz erleben und welche Einstellungen sie gegenüber ihren Aufgaben und ihrem Arbeitgeber entwickeln“, berichtet der Psychologe und Geschäftsführer des Schulungsanbieters Eudemos, Thomas Artmann. Er führt aus: ”An dem Verhalten der Vorgesetzten entscheidet sich in vielen Fällen, ob Arbeit die Gesundheit der Mitarbeiter belastet oder zu einer Ressource guter Gesundheit wird!“

Abb. 1: Die Statistik beweist den Einfluss der Führung auf den Krankenstand (Quelle: Eudemos)

Work Ability Index
Führungskräfte haben im Rahmen ihrer Ausbildung meist nicht gelernt, gesund zu führen. ”Da aber Führungskräfte der Dreh- und Angelpunkt des betrieblichen Gesundheitsmanagements als Bestandteil des Qualitätsmanagements jedes Unternehmens sind, ist es wichtig, gerade sie entsprechend zu schulen. Hierzu gehört thematisch das Selbstmanagement zur eigenen Gesunderhaltung genauso wie eine aktive und tragende Rolle im Hinblick auf die Mitarbeitergesundheit und damit für die Leistungsbereitschaft und -fähigkeit der Mitarbeiter“, so Malte Klemusch, Sprecher der Fachorganisation für betriebliches und individuelles Gesundheitsmanagement Skolamed.

Die Führungskraft kann Stressor sein, aber auch Ressource

Auch die Psychologin Dr. Anne K. Matyssek betont: ”Die Führungskraft ist eine Arbeitsbedingung. Sie kann Stressor sein, aber auch Ressource, kann also Gesundheit fördern.“ Führungskräfte sollten ihre Abteilung ”gesund führen“ und gleichzeitig über Gesundheitskompetenz – also das Wissen um die eigene Gesundheit – verfügen. Damit sollten Sie den Personenkreis ”Führungskräfte“ in Ihren Fokus rücken, wenn es um Sicherheit und Gesundheit geht.

Abb. 2: Der Wert gesunder Führung lässt sich nicht hoch genug einschätzen – Unternehmenskultur und damit Führungsstil nehmen dabei Schlüsselpositionen ein (Quelle: TK)

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Autor: Andrea Stickel