10.09.2019

Büroräume sicher reinigen

Die Reinigung der Büroräume spielt sich oft unterhalb des Radars des Arbeitsschutzes ab. Die Arbeiten erscheinen einfach und wenig gefährlich. Dadurch schleichen sich häufig riskante Arbeitsweisen ein, die Sie durch einen kurzen Check und gegebenenfalls eine Unterweisung beenden können. Denn neben den Stoffen in Reinigungsmitteln stellen auch Krankheitserreger und Allergene eine Gefahr dar – nicht nur für die Gesundheit des Reinigungspersonals, sondern für alle Beschäftigten.

Gefahrstoffe im Büro bei Reinigungsarbeiten

Reinigungsmittel prüfen

Der erste Schritt zur Prüfung der Sicherheit betrifft die Reinigungsmittel: Diese können Gefahrstoffe wie Lösemittel, Säuren und Laugen enthalten. Gehen Sie die Bestände durch und prüfen Sie, ob schon beim Einkauf nach Möglichkeit auf gefahrstofffreie Reinigungsmittel geachtet wird.

Wenn Sie mit der Reinigung der Büroräume einen Dienstleister beauftragt haben, schließen Sie eine entsprechende Vereinbarung mit diesem. Bei Neubeauftragungen kann es schon Teil der Ausschreibung sein, den Bewerber darauf zu verpflichten, keine Gefahrstoffe in den Büros zu verwenden.

NEU: Großes Gefahrstoff-Update für die Software Arbeitsschutz 360plus

Gefahrstoffe können Sie jetzt dank hunderter Vorlagen und vieler praktischen Software-Funktionen ganz leicht in Ihre Gefährdungsbeurteilungen oder Betriebsanweisungen integrieren: Z.B. erstellen Sie ab sofort auf Knopfdruck aus digitalen Sicherheitsdatenblättern rechtssichere Betriebsanweisungen nach TRGS 555.

Hier erfahren Sie mehr über die zeitsparenden Funktionen der Software.

Wischen statt sprühen

Beobachten Sie Arbeitskräfte bei der Reinigung: Vor allem für die Sanitärreinigung setzen sie häufig Sprühverfahren an. Die Reinigungskraft sprüht die Oberflächen ein und wischt sie dann ab. Die freigesetzten Aerosole sinken dabei nicht nur auf die Oberfläche ab, sondern schweben teilweise in der Luft und können eingeatmet werden. Die Folge können Reizungen und Verätzungen der Lunge sein.

In der Unterweisung sollten Sie deshalb darauf hinweisen, dass Oberflächen nicht eingesprüht, sondern abgewischt werden sollen. Die Umsetzung dieser Anweisung sollten Sie regelmäßig kontrollieren, denn sie kollidiert mit den oft engen Vorgaben, in welchem Zeitraum Flächen und Räume zu reinigen sind.

Vorsicht vor Allergenen

Wie jede Persönliche Schutzausrüstung (PSA) sind Schutzhandschuhe nicht das erste, sondern das letzte Mittel der Wahl. Sie sind immer erst dann einzusetzen, wenn technische oder organisatorische Maßnahmen nicht möglich sind. Sind Schutzhandschuhe nicht ersetzbar, können oft enthaltene Allergene zu einer Sensibilisierung und damit
zu einer allergischen Reaktion führen.

Deshalb sollen Schutzhandschuhe nur dort, wo es unmittelbar notwendig ist, und so kurz wie möglich getragen werden. Grundsätzlich ungeeignet für den Schutz gegen Reinigungsmittel (und gegen Chemikalien generell) sind medizinische Einmalhandschuhe.

Reinigung von persönlichen Arbeitsmitteln

Beschäftigte sollten sich Arbeitsmittel wie Tastaturen und Headsets nach Möglichkeit nicht teilen, da sonst die Gefahr besteht, dass sich Krankheitserreger übertragen. Stellen Sie deshalb tunlichst auch an abwechselnd genutzten Arbeitsplätzen persönliche Arbeitsmittel zur Verfügung. Geben Sie den Mitarbeitern die Möglichkeit, diese vor oder nach einer Arbeitsschicht selbst zu reinigen.

Hat Ihnen dieser Textauszug aus „Arbeitsschutz-Profi AKTUELL“ gefallen?

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von „Arbeitsschutz-Profi AKTUELL“. Bei „Arbeitsschutz-Profi AKTUELL“ sind Profi-Wissen und praxisnahe, alltagstaugliche Umsetzung keine Gegensätze.

Probieren Sie es aus und sichern Sie sich volle 14 Tage Zugriff auf die gesamte Online-Datenbank: Fordern Sie hier Ihre kostenlose Probeausgabe von „Arbeitsschutz-Profi AKTUELL“ an: Einfach hier klicken!

 

Autor: Markus Horn