News | Informieren und Recht
23.05.2016

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen: So qualifizieren Sie alle Beteiligten

Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen ist vor dem Hintergrund zunehmender Erkrankungen ein wichtiges Thema. Daher stellen sich Verantwortliche im Arbeitsschutz häufig eine Frage: Wie informiere und qualifiziere ich betriebliche Akteure für die Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen? Das Arbeitsprogramm Psyche der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie hat jetzt eine Broschüre zu diesem Thema veröffentlicht.

© Ingram Publishing/​iStock/​Thinkstock

Am Prozess der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen können Unternehmer/innen, Interessenvertretungen, Führungskräfte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärztinnen und -ärzte beteiligt sein – und sie müssen dementsprechend  mit den nötigen fachlichen, sozialen und methodischen Kompetenzen ausgestattet werden.

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen: der Outcome-Ansatz als Basis

Die neue Broschüre „Empfehlungen zur Qualifizierung betrieblicher Akteure für die Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung“ gibt den fünf wichtigsten betrieblichen Akteuren auf ihre Rollen und Aufgaben abgestimmte Empfehlungen zu den „Outcomes“, also dem idealtypischen Wirken im Betrieb. Diese dienen einerseits als Richtschnur bei der Entscheidung über Art und Umfang spezifischer Inhalte und didaktischer Methoden und damit für die Umsetzung eines Qualifizierungskonzeptes. Andererseits bilden die Outcomes die Grundlage zur Evaluation der Konzepte.

Nach Angaben der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) sollen die empfohlenen Maßnahmen die ideale Zusammenarbeit aller Beteiligten bei der Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung und eine gute Prozessqualität ermöglichen. Auf eine Passung mit den Qualifizierungsstandards, die für die Qualifizierung der Aufsichtsdienste von Ländern und Unfallversicherungsträgern gelten, wurde großen Wert gelegt.

Die Empfehlung richtet sich an die Träger der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA), die Sozialpartner, Verbände, Bildungseinrichtungen und Betriebe.

Hintergrund: Das Arbeitsprogramm Psyche

Das Arbeitsprogramm „Schutz und Stärkung der Gesundheit bei arbeitsbedingten psychischen Belastungen“– kurz „Arbeitsprogramm Psyche“ – ist eines von drei aktuellen Arbeitsprogrammen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA). Ziel ist es, bis zum Jahr 2018, die betrieblichen Akteurinnen und Akteure umfassend zum Thema psychische Belastungen bei der Arbeit zu informieren und zu qualifizieren.

Autor: WEKA Redaktion

Produkte und Veranstaltungen

Produktempfehlungen