01.10.2017

Die ASR A 1.5/1,2 Fußböden

Die Arbeitsstättenregel ASR A1.5/1,2 beschäftigt sich mit dem Einrichten und Betreiben von Fußböden und zeigt Möglichkeiten auf, auch bei Nutzungsänderungen für die Mitarbeiter eine sichere Arbeitsumgebung zu erhalten.

Sicherheitsingenieur

Die ASR A1.5/1, 2 ist eine Handlungshilfe zur Umsetzung der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV). Sie beschäftigt sich mit dem Einrichten von Arbeitsstätten mit Fußböden und zeigt Möglichkeiten auf, auch bei Nutzungsänderungen für die Mitarbeiter eine sichere Arbeitsumgebung zu erhalten. Es werden auch Reinigungsverfahren und Reinigungsmittel berücksichtigt. Wenn man die ASR A1.5/1, 2 einhält, so kann man davon ausgehen, dass man den aktuellen Stand der Technik in der Arbeitsstätte umgesetzt hat. Man kann aber auch im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung andere Schutzmaßnahmen ergreifen, um für die Mitarbeiter eine sichere und gesundheitlich zuträgliche Arbeitsumgebung zu schaffen.

Fürsorgepflicht und Zuständigkeiten

Für eine sichere und gesundheitserhaltende Arbeitsumgebung trägt der Arbeitgeber die Verantwortung. Er muss die Maßnahmen ergreifen, die die technischen Regeln für Arbeitsstätten vorgeben, und ist dazu verpflichtet, diese nach § 6 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) zu dokumentieren.

Gefährdungsbeurteilungen

Nach § 5 ArbSchG und § 3 ArbStättV ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, die möglichen Gefährdungen am Arbeitsplatz zu ermitteln und zu beurteilen. Anschließend muss er geeignete Maßnahmen ergreifen, um Sicherheit für die Mitarbeiter zu gewährleisten. So müssen auch die Fußböden, auf denen sich die Mitarbeiter bewegen und ihre Arbeiten ausführen, genau beurteilt werden.

Regelmäßige Kontrollen

Bei Nutzungsänderungen, Umbauten und Renovierungen muss man sich Gedanken machen, welchen Boden man in welchen Bereichen verlegen lässt. Aber es ist auch wichtig, die Böden regelmäßig zu kontrollieren, da Beschädigungen oder Stolperstellen auch durch Abnutzung der Böden auftreten könnten. In der Regel sollte dies einmal pro Jahr stattfinden.

Gefährdungen auf einen Blick

Dies ist eine Liste der gängigsten Gefährdungen, die von Fußböden ausgehen können:

  • Stolpergefahr, z.B. bei Unebenheiten
  • Sturzgefahr, z.B. bei Kanten an Übergängen von Bodenbelägen
  • Rutschgefahr, z.B. in Arbeitsbereichen, in denen Flüssigkeiten auf die Böden gelangen können, die so die Haftung der Fußsohle auf den Böden verringern
  • Gefahr durch unzuträgliche Gerüche, z.B. Ausdampfen von Böden
  • Gefahrstoffe, die auf den Böden auslaufen und eventuell aufgenommen werden können
  • Gefahr von Bildung eines Zündfunkens durch elektrostatische Aufladungen in EX-Schutz-Bereichen
  • unzuträgliche Belastung für den Körper, z.B. nicht ergonomischer Fußbodenbelag bei Steharbeit
  • Hitze oder Kälte, z.B. der Boden ist nicht gedämmt

Definition des Anwendungsbereichs

Die ASR A1.5/1, 2 Fußböden bezieht sich auf das Einrichten und Betreiben von Fußböden in Arbeitsstätten.

Was ist bei der Gestaltung von Fußböden zu beachten?

Anforderungen an Böden

Bei einem Neubau, bei Renovierungen, Umbauten oder bei Nutzungsänderungen muss man sich für einen Boden entscheiden. Um diese Auswahl zu erleichtern, sollte man sich vorab Gedanken machen, welche Anforderungen an den Fußboden gestellt werden. Die folgenden Fragen sollen dabei als Hilfestellung dienen:

  • Welche Arbeitsverfahren sollen in diesen Bereichen angewendet werden?
  • Wie viele Mitarbeiter halten sich in diesem Bereich auf?
  • Welches Schuhwerk werden diese Mitarbeiter tragen?
  • Welche Rutschhemmung soll der Boden aufweisen?
  • Welche mechanische Festigkeit benötigt der Boden? Soll der Boden eventuell dem Raddruck von Flurförderzeugen standhalten?
  • Muss der Boden beständig gegen chemische und physikalische Einwirkungen sein?
  • Welches Reinigungsverfahren soll angewendet werden? Welche Reinigungsmittel sollen verwendet werden?

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Autor: WEKA Fachredaktion