05.03.2020

Feldforschung zu psychosozialen Risiken

Die BAuA hat in einem aktuellen Feldforschungsprojekt untersucht, wie zielführend übliche Vorgehensweisen der  Gefährdungsbeurteilung bei psychischer Belastung in der betrieblichen Praxis sind.

Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung

Wer psychosoziale Risiken im Betrieb wirksam reduzieren will, darf sich nicht nur auf gängige Vorgehensweisen bei der Gefährdungsbeurteilung verlassen. Die Forschung der BAuA zeigt, dass gängige Vorgehensweisen nicht immer sinnvoll sind. Die Autoren der Projektstudie ziehen im Wesentlichen folgende Schlussfolgerungen:

  • Psychosoziale Risiken treten in komplexen Kontexten auf. Maßnahmen zur Reduzierung müssen deshalb z. B. die Arbeitszeit, die Leistungspolitik, die Personalplanung, die Qualifizierung und die Mitarbeiterführung berücksichtigen.
  • Ein Soll-Ist-Vergleich ist in vielen Fällen nicht möglich. Gefordert sei eine „systematische Reflexion und Verständigung über Gefährdungen“.
  • Eine Einbindung von Mitarbeitern und Führungskräften bei der Entwicklung von Maßnahmen zur Reduzierung psychischer Gesundheitsgefährdungen ist unerlässlich.
  • Die Autoren des Projektberichts fordern eine Abwendung von psychischer Belastung als „Mess- und Beurteilungsproblem“ hin zur „Gestaltung psychischer Belastung“.

Tipp: Die Erkenntnisse und Ergebnisse aus dem Feldforschungsprojekt der BAuA finden Sie hier.

Autor: WEKA Redaktion