News | Informieren und Recht 09.01.2017

Neue Verordnung zum Schutz vor elektromagnetischen Feldern (EMFV)

Am 19. November ist die neue Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor elektromagnetischen Feldern (EMFV) in Kraft getreten.

Zum Schutz der Beschäftigten vor elektromagnetischen Feldern ist am 19. November die Verordnung zur Umsetzung der Richtlinie 2013/35/EU und zur Änderung von Arbeitsschutzverordnungen – Arbeitsschutzverordnung zu elektromagnetischen Feldern – EMFV in Kraft getreten.

Starke elektromagnetische Felder treten bei vielen verschiedenen Verfahren auf. So sind sie bei Schweiß-, Galvanisierungs- und Elektrolyseprozessen ebenso zu finden wie in der Rundfunk- und Mobilfunkanwendung. Auch medizinische Anwendungen sind betroffen (MRT).

Inhalte der Verordnung

Die EMFV enthält unter anderem umfangreiche Angaben zur Gefährdungsbeurteilung. U.a. schreibt sie in § 3 eine mindestens 20-jährige Aufbewahrungspflicht von Messergebnissen vor, wenn die obere Auslöseschwelle überschritten wurde.

§ 4 enthält Vorgaben zu Fachkundigen Personen, Messungen, Berechnungen & Bewertungen.

§ 6 enthält Maßnahmen zur Vermeidung und Verringerung der Gefährdungen von Beschäftigten durch elektromagnetische Felder (EMF) . In den Paragraphen 7 – 18 finden sich besondere Festlegungen für die Überschreitung von Expositionsgrenzwerten.

Der Paragraph 19 Unterweisung enthält 9 Mindestanforderungen zur Unterweisung der Beschäftigten zu elektromagnetischen Feldern.

Technische Regeln zur EMFV

Bis Ende 2018 ist die Erarbeitung von technischen Regeln durch den Ausschuss für Betriebssicherheit geplant. Sie sollen die Vorgaben der EMFV konkretisieren.

Autor: WEKA Redaktion