Lexikonstichwort | Beitrag aus „Arbeitssicherheit kompakt“
23.06.2016

Eingliederungsmanagement

Helm und Schutzbrillendoeljindoel/​iStock/​Thinkstock

Unter dem betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) wird nach längerer Abwesenheit vom Arbeitsplatz ein vorgegebener Ablauf zur Wiederaufnahme des Beschäftigungsverhältnisses verstanden. Nach § 84 Abs. 2 Sozialgesetzbuch (SGB) IX wird der Arbeitgeber dazu angehalten, ein BEM anzubieten. Dort heißt es: „Sind Beschäftigte innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig, klärt der Arbeitgeber mit der zuständigen Interessenvertretung […] und mit Zustimmung und Beteiligung der betroffenen Person die Möglichkeiten, wie die Arbeitsunfähigkeit möglichst überwunden werden und mit welchen Leistungen oder Hilfen erneuter Arbeitsunfähigkeit vorgebeugt und der Arbeitsplatz erhalten werden kann (betriebliches Eingliederungsmanagement).“ Mit diesen Maßnahmen ist eine positive Beeinflussung der Leistungen sowohl vonseiten des Arbeitgebers als auch des Arbeitnehmers möglich. Aus diesem Grund gilt die Beachtung des BEM als essentieller Bestandteil eines gesunden Unternehmens.

Die richtige Vorgehensweise

Im Rahmen des BEM gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, für lange Zeit ausgefallene Mitarbeiter wieder an ihre alte Tätigkeit heranzuführen. Das Ziel der Maßnahmen sollte dabei stets die zukünftige Erhaltung der Arbeitsfähigkeit sein. Fällt also ein Mitarbeiter für einen längeren Zeitraum als sechs Wochen aus, wird er von seinem Arbeitgeber telefonisch, brieflich oder persönlich kontaktiert. Diese erste Kontaktaufnahme erfolgt zur Vorstellung …

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