26.02.2018

Das sind die Inhalte der neuen Quecksilberverordnung

Zum 1. Januar 2018 ist die neue Quecksilberverordnung in Kraft getreten. Mit den neuen Regelungen soll der Einsatz von Quecksilber in der EU auf ein Minimum reduziert werden.

Quecksilber

Mit Beginn des Jahres ist die neue Quecksilberverordnung Nr. 2017/852 in Kraft getreten.

Konkret sieht die EU-Quecksilber-Verordnung folgende Verbote vor

  • Seit dem 1. Januar 2018 gilt ein Verbot von Herstellungsprozessen für Polyurethuran, bei denen Quecksilber oder Quecksilberverbindungen als Katalysator verwendet werden
  • Seit 1. Januar 2018 gilt ein fast vollständiges Verbot, neue Produkte und Verfahren mit Quecksilber zu entwickeln oder in Verkehr zu bringen
  • Ab dem 31. Dezember 2018 unterliegen bestimmte Lampen (Kompaktleuchtstofflampen, Hochdruck-Quecksilberdampflampen) einem Aus- und Einfuhr- sowie Herstellungsverbot
  • Ab dem 1. Januar 2019 müssen Betreiber zahnmedizinischer Einrichtungen, in denen Dentalamalgam verwendet wird, Amalgamabscheider einsetzen, die Quecksilberreste aus Flüssigkeiten und Abwässern sicher auffangen
  • Ab dem 1. Juli 2018 darf Dentalamalgam nicht mehr für die zahnärztliche Behandlung von Milchzähnen, von Kindern unter 15 Jahren und von Schwangeren oder Stillenden verwendet werden
  • Bis 2028 sieht die Verordnung ein schrittweises Auslaufen von Herstellungsverfahren vor, in denen Quecksilber als Elektrode verwendet wird.

Weitere Änderungen sind unter anderem:

  • Es gelten neue Vorschriften für die dauerhafte Lagerung von Abfällen in verfestigter, nicht flüssiger Form. Unter anderem dürfen Quecksilberabfälle nur noch in Salzbergwerken gelagert werden, die für die dauerhafte Lagerung angepasst sind, oder in tief gelegenen Felsformationen unter Tage. Die Lagerung übertage ist dann zulässig, wenn sie ein mindestens ebenso hohes oder höheres Maß an Sicherheit bietet.
  • Verbot der Ein- und Ausfuhr bestimmter Produkte, die Quecksilber enthalten (Batterien, Leuchtstoffröhren etc.) beginnend ab 31.12.2018 (u. a. Kompaktleuchtstofflampen) bis 31.12.2020 (u. a. Batterien und Akkus mit mehr als 0,0005 Gewichtsprozent Quecksilber)
  • Verbot der Aufbereitung von Gold mit Quecksilber im kleingewerblichen Goldbergbau
  • Reduzierung des Quecksilberverbrauchs für die Herstellung von Natrium- oder Kalium-Methanolat oder –Ethanolat

So kommen Sie weiter: Den kompletten Text der EU-Verordnung in deutscher Sprache finden Sie hier.

Autor: WEKA Redaktion