17.04.2020

Corona: Schutzmaßnahmen für Handwerker im Kundendienst

Während viele Beschäftigte derzeit von zu Hause aus arbeiten, können Handwerker nicht einfach ins Homeoffice wechseln. Ein enger Kontakt zwischen ihnen und ihren Kunden lässt sich bei ihren Arbeiten oft nicht vermeiden. Mehr denn je müssen Beschäftigte im Handwerk jetzt darauf achten, sich bei der Arbeit zu schützen.

Schutzmaßnahmen Handwerk

Neben den grundsätzlichen Schutzmaßnahmen Abstand halten von anderen Personen (mindestens 1,5 Meter),  Einhaltung von Hygieneregeln (Husten und Niesen in die Ellenbeuge oder ins Taschentuch, regelmäßige Händereinigung, nicht an Mund, Nase und Augen fassen) werden für Sie als Handwerker im Kundendienst während der Corona-Pandemie folgende weitere Maßnahmen und Vorgehensweisen empfohlen:

Vorbereitung

  • Klären Sie vor Arbeitsbeginn ab, ob sich am Arbeitsort eine Person in angeordneter häuslicher Isolierung befindet. Ein Arbeitseinsatz ist dann nur nach Rücksprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt und in begründeten Notfällen unter den vom Gesundheitsamt angeordneten Auflagen vertretbar.
  • Wenn Sie Atemwegsinfektionen oder Fieber zeigen, sollten Sie der Arbeit fernbleiben.
  • Generell müssen Sie zu grundlegenden Hygieneregeln (Abstand halten, Begrüßung ohne Handschlag, Husten/Niesen in die Armbeuge, regelmäßige Händereinigung, Berühren des Gesichts vermeiden etc.) unterwiesen werden.
  • Für den Weg zum Kunden: Nutzen Sie vorzugsweise den Individualverkehr, wenn möglich Einzelfahrten. Bei Sammelfahrten mit Firmenfahrzeugen sollte die Anzahl der Personen im Fahrzeug möglichst durch parallele Nutzung von Privatfahrzeugen reduziert werden. Schalten Sie nicht die Umluft ein, wenn sich mehrere Personen im Fahrzeug befinden.

Kontaktreduzierung

  • Minimieren Sie direkte Kundenkontakte auf ein Mindestmaß, halten Sie dabei immer Abstand (mindestens 1,5 Meter). Auf eine Gegenzeichnung von Dokumenten, zum Beispiel Stundennachweise, Regieberichte durch den Auftraggeber, sollten Sie verzichten.
  • Direkte, enge Zusammenarbeit ist zu vermeiden, auch hier gilt: möglichst Abstand voneinander halten (mindestens 1,5 Meter).
  • Ein Personalwechsel innerhalb der Teams sollte vermieden werden, um persönliche Kontakte einzuschränken.
  • Pausen sollten so organisiert werden, dass ein Mindestabstand zwischen Menschen (mindestens 1,5 Meter) eingehalten werden kann, zum Beispiel durch Pausenmöglichkeiten im Freien oder versetzte Pausenzeiten.
  • Die Arbeit sollte so organisiert werden, dass in kleineren Räumen möglichst nur eine Beschäftigte oder ein Beschäftigter arbeitet.
  • Arbeits- und Pausenbereiche (soweit im Innenbereich) sollten regelmäßig gelüftet werden.

Handreinigung

  • Reinigen Sie Ihre Hände gründlich (mindestens 30 Sekunden) – und zwar sowohl vor der Nahrungsaufnahme und nach dem Toilettengang als auch vor dem Verlassen des Arbeitsorts nach Beendigung der Arbeiten.
  • Zur Reinigung der Hände: Verwenden Sie Flüssigseife und saubere Papierhandtücher. Von mehreren Personen genutzte Seifenstücke und Handtücher sind zur hygienischen Händereinigung nicht geeignet.
  • Steht vor Ort keine Waschmöglichkeit zur Verfügung, ist die Verwendung von Händedesinfektionsmitteln (mindestens begrenzt viruzid) eine Alternative, die im Kundendienst mitgeführt werden sollte.

 

Quelle: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung

Autor: WEKA Redaktion