12.08.2020

Corona-Aerosole: Wie die Infektionsgefahr in Räumen minimieren?

Coronaviren können problemlos an Aerosole andocken. Aerosole sind Kleinstpartikel in den Atemwegen. Eine Studie des Hermann-Rietschel-Instituts an der TU Berlin zeigt, dass eine mit SARS-CoV-2 infizierte Person im Raum kontinuierlich Aerosole samt Viren abgibt. Das wirksamste Mittel dagegen ist eine konsequente natürliche und technische Lüftung. Wie lange, wie oft, wie durchgeführt? Sagt Ihnen dieser Beitrag.

Coronavirus in geschlossenen Räumen

Wie die Ansteckung mit dem Coronavirus im Gebäudeinneren verhindern – das Virus überträgt sich schließlich wahrscheinlich über Aerosole durch die Luft? Aerosole sind Kleinstpartikel in den Atemwegen und für das sehr viel kleinere SARS-CoV-2 das ideale Transportmittel. Forscher der TU Berlin liefern jetzt neuen Input: Im Mittelpunkt steht das richtige Lüften.

Die Forscher hatten bei ihrer Studie ein Augenmerk darauf gerichtet, wie die Aerosolkonzentration in der Praxis gemessen werden kann. Dabei stellten sie fest, dass die Aerosolkonzentration eng mit der CO2-Konzentration korreliert: Je mehr CO2 in einem Raum ist, desto höher ist auch die Aerosolkonzentration. Wenn die CO2-Konzentration in Räumen niedrig ist, macht das folglich eine Infektion über Aerosole relativ unwahrscheinlich.

Daraus folgern die Wissenschaftler auch, dass durch einen häufigen Luftwechsel niedrige Aerosolkonzentrationen erreicht werden können. Eine effiziente Lüftung steht also im Vordergrund eines Schutzes gegen Infektionen über Aerosole.

Anders ausgedrückt: Wenn Veranstaltungen mit mehreren Personen in einem Raum nicht zu vermeiden sind, nutzen Sie jede Möglichkeit, durch effizientes Lüften die Aerosolkonzentration so weit wie möglich zu reduzieren.

Natürliche Lüftung nutzen

Je mehr Personen in einem Raum sind, desto mehr Außenluft wird benötigt, um die Aerosolkonzentration niedrig zu halten.

  • Bereits vor der Veranstaltung sollten Räume mindestens 15 Minuten lang gelüftet werden.
  • Während der Veranstaltung sollten Fenster nicht wie nach ASR A3.6 empfohlen stündlich, sondern alle 20 Minuten geöffnet werden. Bei niedrigen Außentemperaturen weisen Sie die Teilnehmer vor der Veranstaltung auf diesen Umstand hin, damit sie sich ggf. durch Kleidung vor thermischen Unbehaglichkeiten schützen können.
  • Im Raum sollten sich nach Möglichkeit nur wenig Personen aufhalten, die möglichst weit auseinander platziert werden.

Grundsätzlich sollte aber bei jeder Veranstaltung im Vorfeld geprüft werden, ob sie wirklich notwendig ist oder ob sie ggf. im Freien oder digital abgehalten werden kann.

Dieser Text ist nur ein Auszug – den gesamten Beitrag lesen Sie in Notfallwissen Infektionsschutz.

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Autor: Martin Buttenmüller (Martin Buttenmüller ist Autor und Chefredakteur des Fachmagazins Arbeitsschutz-Profi AKTUELL)