23.06.2016

Bore-out

Der Begriff „Bore-out“ meint die chronische Unterforderung am Arbeitsplatz, die mit Langeweile und Desinteresse einhergeht. Bore-out als Diagnose ist das Gegenteil von Burn-out, zeichnet sich jedoch durch ähnliche Symptome wie Antriebslosigkeit oder Schlafstörungen aus. Ein weiteres Charakteristikum des Bore-outs ist die individuelle Entwicklung von Verhaltensstrategien, die einen hohen Beschäftigungsgrad vortäuschen. Im Unterschied zum Burn-out ist der Bore-out-Betroffene chronisch unterfordert und dadurch gestresst. Sein Bestreben nach vorgetäuschter Beschäftigung verlangt einen enormen Kraftakt. Die Differenz zwischen dem Potenzial der eigenen Leistungsfähigkeit und der tatsächlich abgefragten Leistung führt in Verbindung mit mangelnder Wertschätzung zu extremer psychischer Belastung. Am häufigsten tritt Bore-out auf, wenn Mitarbeiter mit zu wenigen oder den falschen Aufgaben betraut werden. Die Folge ist eine auf Dauer für die Gesundheit schädliche Fehlbelastung.

Symptome des Bore-outs

Leidet ein Mitarbeiter an Bore-out, so bringt das für ihn körperliche Beeinträchtigungen mit sich. Er fühlt sich müde, zeigt oft Desinteresse oder ist vermehrt schlecht gelaunt. Auch die Leidenschaft, die er früher für seine Arbeit aufbringen konnte, ist nicht mehr vorhanden. Leidenschaftslosigkeit schleicht sich ein und mit ihr die Langeweile durch permanente Unterforderung. Nicht selten führt Unterforderung zu Identifikationsproblemen mit der eigenen Arbeit. Diese können sogar …

Autor: WEKA Fachredaktion

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