Lexikonstichwort | Beitrag aus „Betriebliches Gefahrstoffmanagement“
21.07.2016

Biologischer Leitwert (BLW)

© ArtboyAnimation/​iStock/​Thinkstock

Der biologische Leitwert (BLW) ist ein Beurteilungsmaßstab im Rahmen des Biomonitorings beim Menschen. Er wird von der Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (MAK-Kommission) für die Stoffe festgelegt, für die kein BAT-Wert bzw. biologischer Grenzwert abgeleitet werden kann.

Definition

Die Definition des BLW lehnt sich an die Definition des BAT-Werts an. Der Referenzzeitraum ist ebenfalls die Lebensarbeitszeit (40 Jahre, 40 Stunden in der Woche, 8 Stunden am Tag). Untersucht werden – wie beim BAT-Wert – die Konzentration des Arbeitsstoffs, seiner Stoffwechselprodukte oder damit in Beziehung stehende Laborwerte in Körperflüssigkeiten von belasteten Personen. Auch der biologische Leitwert leitet sich aus arbeitsmedizinischen Erfahrungen und toxikologischen Erkenntnissen ab. Er dient als wichtiger Anhaltspunkt zur Ableitung von Schutzmaßnahmen. Im Unterschied zu BAT-Werten bzw. biologischen Grenzwerten kann aber auch bei Unterschreitung dieses Werts eine Schädigung der Gesundheit nicht sicher ausgeschlossen werden. Deshalb sollten die Schutzmaßnahmen darauf abzielen, den biologischen Leitwert weit zu unterschreiten.

Grundsätzlich strebt man an, für alle gefährlichen Stoffe einen gesundheitsbasierten biologischen Grenzwert festzulegen. Für einige Stoffe ist das deshalb noch nicht möglich, da es bisher nicht genügend arbeitsmedizinisch-toxikologische Daten gibt. Für andere Gefahrstoffe ist dies grundsätzlich …

Autor: Martin Feifel-Beck

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