Lexikonstichwort | Beitrag aus „Arbeitssicherheit kompakt“ 07.04.2016

Betriebsarzt

Ein Betriebsarzt ist ein vom Arbeitgeber beauftragter Mediziner, der vor allem für die arbeitsmedizinische Beratung des Arbeitgebers und der Arbeitnehmer in allen Fragen des Gesundheitsschutzes zuständig ist. Seine Aufgaben werden in § 3 des Arbeitssicherheitsgesetzes geregelt. Ist im Betrieb nur ein Betriebsarzt tätig, ist dieser außerdem automatisch Mitglied des Arbeitsschutzausschusses. Sind für das Unternehmen mehrere Betriebsärzte bestellt, kann der Arbeitgeber einen oder mehrere in den Arbeitsschutzausschuss berufen.

Aufgaben des Betriebsarztes

Der Hauptaufgabenbereich des Betriebsarztes liegt in der Beratung. Aus § 3 des Arbeitssicherheitsgesetzes ergeben sich folgende Bereiche, in denen der Betriebsarzt den Arbeitgeber, aber auch die sonstigen für den Arbeitsschutz zuständigen Personen zu beraten hat:

  • bei der Planung, Ausführung und Unterhaltung von Betriebsanlagen und von sozialen und sanitären Einrichtungen

  • bei der Beschaffung von technischen Arbeitsmitteln und der Einführung von Arbeitsverfahren und Arbeitsstoffen

  • bei der Auswahl und Erprobung von Körperschutzmitteln

  • bei arbeitsphysiologischen, arbeitspsychologischen und sonstigen ergonomischen sowie arbeitshygienischen Fragen (Arbeitsrhythmus, Arbeitszeit, Pausenregelung, Gestaltung der Arbeitsplätze, des Arbeitsablaufs und der Arbeitsumgebung)

  • bei der Organisation der Ersten Hilfe im Betrieb

  • bei Fragen des Arbeitsplatzwechsels sowie der Eingliederung und Wiedereingliederung Behinderter in den Arbeitsprozess

Autor: WEKA Fachredaktion

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