Lexikonstichwort | Beitrag aus „Arbeitssicherheit kompakt“
24.06.2016

Betriebsanweisung

ndoeljindoel/​iStock/​Thinkstock

Betriebsanweisungen sind die schriftliche Willensbekundung des Unternehmers, wie bestimmte Tätigkeiten auszuführen sind. Sie legen verbindlich fest, wie Beschäftigte sich in der Arbeitsstätte zu verhalten haben und wie sie mit Arbeitsmitteln und Arbeitsstoffen umzugehen haben. Betriebsanweisungen sind jederzeit nachles- und überprüfbar und oft die Basis für Unterweisungen.

Vorteile

Nur was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen!

Dieser alte Sinnspruch macht klar, welche Vorteile Betriebsanweisungen für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit haben:

  • Unternehmer und Vorgesetzte können jederzeit belegen, welche Anweisungen sie an die Beschäftigten erteilt haben, und selbst oder durch andere prüfen, ob diese sich an die Anweisungen halten.

  • Die Beschäftigten haben die Möglichkeit nachzulesen, welches Verhalten von ihnen erwartet wird, was sie tun sollen, was sie dürfen und was nicht.

Verpflichtung

Betriebsanweisungen sind so sinnvoll und wichtig für den Arbeitsschutz, dass der Gesetzgeber ihre Erstellung für Unternehmer und Vorgesetzte zur Pflicht gemacht hat. Die grundlegendsten Rechtsquellen sind:

  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) §§ 4, 9, 12 und 15

  • Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) §§ 4, 6, 9 und 12

  • Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) § 14

  • PSA-Benutzungsverordnung (PSA-BV) § 3

  • Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (DGUV Vorschrift 1) §§ 2 und 4

Darüber hinaus wird die Forderung, Betriebsanweisungen zu erstellen, in …

Autor: Dr. Kurt Kropp

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