07.04.2016

Berufskrankheit – Definition

Arbeitssicherheit

Eine Berufskrankheit ist eine Krankheit, die die Bundesregierung nach § 9 Abs. 1 SGB VII in einer Rechtsverordnung bezeichnet, der Berufskrankheiten-Verordnung, und die ein Beschäftigter in einer versicherten Tätigkeit nach §§ 2, 3 und 6 SGB VII erleidet.

Berufskrankheit Definition

Berufskrankheiten sind also bestimmte, namentlich bezeichnete Erkrankungen, die aus einer versicherten Tätigkeit resultieren müssen und für die diese Tätigkeit als wesentlicher Faktor zur Entstehung beigetragen haben muss. Sie sind Arbeitsunfällen gleichgestellt.

Zuständig für die zu erbringenden Leistungen sind die Träger der gesetzlichen Unfallversicherungen, u.a. die gewerblichen Berufsgenossenschaften. Gegenüber Arbeitsunfällen sind Berufskrankheiten durch ihre längerdauernde Entstehung abgegrenzt, allerdings können plötzlich verursachte Erkrankungen, z.B. Kohlenmonoxidvergiftungen, sowohl als Unfall als auch als Berufskrankheit betrachtet werden.

Arten von Berufskrankheiten

Die in Anlage 1 der Berufskrankheiten-Verordnung in einer Liste aufgeführten Erkrankungen müssen nach medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen durch besonders gefährdende Einwirkungen verursacht sein, denen die Beschäftigten in erheblich höherem Maße ausgesetzt sind als die übrige Bevölkerung. Diese Liste wird nach Vorschlägen eines Sachverständigenrats dem Stand der medizinischen Erkenntnisse angepasst. In der Anlage zur Berufskrankheiten-Verordnung sind die verschiedenen Arten von Berufskrankheiten nach der Art der Verursachung geordnet. Dort unterscheidet man zwischen:

  1. durch chemische Einwirkungen verursachten Krankheiten
  2. durch physikalische Einwirkungen verursachten Krankheiten
  3. durch Infektionserreger oder Parasiten verursachten Krankheiten oder Tropenkrankheiten
  4. Erkrankungen der Atemwege und der Lunge, des Rippenfells und Bauchfells
  5. Krankheiten sonstiger Ursache

Zwischen Berufskrankheit und versicherter Tätigkeit muss ein ursächlicher Zusammenhang bestehen. Das heißt, die versicherte Tätigkeit muss die Krankheit verursacht haben, als wesentlicher Faktor zur Entstehung beigetragen haben oder die Krankheit wesentlich verschlimmert haben.

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Autor: WEKA Redaktion

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