07.04.2016

Arbeitsunfall – Definition

Verletzungen

Unter dem Begriff Arbeitsunfall oder auch Betriebsunfall fasst man alle Unfälle zusammen, die eine in der gesetzlichen Unfallversicherung versicherte Person infolge einer versicherten Tätigkeit erleidet. Zu diesen versicherten Tätigkeiten gehört auch der unmittelbare Hin- und Rückweg zu einer versicherten Tätigkeit.

Auch bei schuldhaftem Verhalten des Verunfallten handelt es sich um einen Arbeitsunfall. Allerdings kann der Versicherungsschutz versagt oder entzogen werden, wenn der Arbeitsunfall bei einer Handlung eingetreten ist, die laut rechtskräftigem Urteil ein Verbrechen oder vorsätzliches Vergehen ist.

Meldepflicht Arbeitsunfall

Arbeitsunfälle sind immer dem Vorgesetzten zu melden und ins Verbandbuch einzutragen. Jeder Unfall ist auf seine Ursachen hin zu untersuchen. Je nach Art und Schwere des Unfalls ist zusätzlich ein Durchgangsarzt oder eine zugelassene Klinik aufzusuchen und eine Unfallanzeige zu erstatten.

Versicherte Tätigkeiten sind z.B.

  • Aufgaben aufgrund einer Beschäftigung erledigen
  • Kindergärten, Schulen und Hochschulen zu besuchen
  • Dienstreisen und Dienstwege, Klassenfahrten, Studienfahrten und Exkursionen
  • an Gemeinschaftsveranstaltungen wie Betriebsfesten und Weihnachtsfeiern teilnehmen
  • am Betriebssport teilzunehmen

Voraussetzungen für Anerkennung als Arbeitsunfall

Zeitlich begrenzte, von außen auf den Körper einwirkende Ereignisse, die zu einem Gesundheitsschaden oder gar zum Tod führen, werden als Unfall bezeichnet. Um einen Arbeitsunfall handelt es sich, wenn sich der Unfall eines Versicherten infolge einer versicherten Tätigkeit (gemäß §§ 2, 3, 6 SGB VII) ereignet. Dies setzt voraus, dass:

  • die Verrichtung der Tätigkeit des Versicherten zur Zeit des Unfalls der versicherten Tätigkeit zuzurechnen ist
  • die versicherte Tätigkeit zu dem zeitlich begrenzten, von außen auf den Körper einwirkenden Unfallereignis geführt hat

 

Autor: WEKA Redaktion