05.10.2020

Arbeitsschutzregel SARS-CoV-2 rechtssicher umsetzen

Arbeitsschutz konkret und praxisnah – nicht mehr und nicht weniger verspricht jetzt die Arbeitsschutzregel zum aktuellen Hauptthema SARS-CoV-2. Sie transformiert die 17 Punkte des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards des BMAS in konkrete Regelungen. Mit diesen Konkretisierungen erhalten Sie das Handwerkszeug, um Infektionsschutz in Ihrem Betrieb wirkungsvoll – und vor allem auch rechtssicher – umzusetzen. Lesen Sie, was dabei alles wichtig wird.

Zwei Kolleginnen begrüßen sich mit Einhaltung der Corona-Regeln

Grundlegende Schutzmaßnahmen

Für einen ersten Überblick über die neue Arbeitsschutzregel SARS-CoV-2 sind deren konkretere Anforderungen an Schutzvorkehrungen besonders wichtig:

  • ausreichend Abstand herstellen durch neue Anordnung der Arbeitsplätze
  • Lüftung sicherstellen durch klare Regelungen (z.B. bei Sitzungen alle 20 Minuten für drei bis zehn Minuten lüften, keine Umlufteinstellung der Lüftungstechnik)
  • Abstandhaltung erzwingen durch Abtrennungen, Absperrungen, Festlegung von Verkehrswegen
  • alle Möglichkeiten der Kontaktreduktion (Fernkommunikation, feste Teams, rollierende Arbeitszeitgestaltung, Homeoffice) ausschöpfen
  • Maßnahmen zur Handhygiene intensivieren (Händewaschen, Handdesinfektion, verstärkte Reinigungsintervalle)
  • Verhaltensregeln kommunizieren (Abstand halten, kein Händeschütteln und Beachtung der Husten-Nies-Etikette)

Beim Auftreten von Symptomen dürfen Beschäftigte den Betrieb nicht betreten.

Aktualisieren Sie Ihre Gefährdungsbeurteilungen

Auf der Basis der neu veröffentlichten Arbeitsschutzregel SARS-CoV-2 müssen die bestehenden Gefährdungsbeurteilungen aktualisiert werden. Dabei sollen neben der Fachkraft für Arbeitssicherheit auch der Betriebsarzt und der Betriebsrat einbezogen werden.

Zentrales Leitprinzip: Kontakte minimieren

Die Regel verlangt vor allem die Minimierung ungeschützter Kontakte zwischen Personen. Gemeint sind damit auch indirekte Kontakte dadurch, dass sich Personen in kurzem Zeitabstand im gleichen Raum aufhalten oder die gleichen Oberflächen berühren.

Achten Sie bei allen Arbeitsplätzen auf genügend Abstand

Die Arbeitsplätze sind so zu gestalten, dass bei der Ausführung der Tätigkeiten ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Dazu kann die Anordnung des Mobiliars verändert oder anders genutzt werden.

Wie Sie Sanitär- und Pausenräume sicher einrichten

Über Einmalhandtücher, Verzicht auf Warmlufttrockner und Handwaschstationen hinaus macht die neue Regel genauere Vorgaben zum Schutz der Beschäftigten: So sind Sanitärräume mindestens einmal täglich zu reinigen, und bei der Nutzung muss es möglich sein, die Mindestabstände einzuhalten. Geeignete Maßnahmen sind Abstandsmarkierungen auf Fußböden, Vorgaben für zeitlich versetzte Nutzungen und eine Begrenzung der maximal zulässigen Personenzahl.

So wird Ihr Kantinenbetrieb sicherer

In Kantinen sind die Tische zu reduzieren oder so zu stellen, dass beim Sitzen die Abstandsregel eingehalten werden kann. An der Essensausgabe, der Geschirrrückgabe und der Kasse sichern Bodenmarkierungen und Absperrbänder den Abstand. Durch eine Erweiterung der Essensausgabezeiten können Warteschlangen vermieden werden.

Das A und O vor allem in der kalten Jahreszeit: ausreichendes Lüften

Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass sich Aerosole in Räumlichkeiten ähnlich verbreiten wie die CO2-Konzentration. Der in der ASR A3.6 genannte Höchstwert von 1.000 ppm ist mit geeigneten Maßnahmen der Raumlüftung zu unterschreiten.

Wie Sie mit Betriebsfremden umgehen sollten

Der Zutritt von betriebsfremden Personen ist so weit wie möglich zu reduzieren und zu kontrollieren (maximale Zahl, die sich gleichzeitig im Betrieb aufhalten darf).

Nur wenn Sie in diesen Pandemiezeiten topaktuell informiert sind, können Sie Ihren betrieblichen Infektionsschutz rechtssicher ausgestalten.

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Autor: Markus Horn