Fachbeitrag | Informieren und Recht 21.08.2017

Warum Arbeits- und Gesundheitsschutz ins Unternehmensleitbild gehören

Arbeits- und Gesundheitsschutz gehören heute in das Leitbild jedes Unternehmens. Der Einfluss auf die Motivation der Mitarbeiter ist ein wichtiger Grund. Aber auch die Öffentlichkeit und die Kunden sollen sich mit den Grundprinzipien des Unternehmens identifizieren können.

Im Rahmen eines Unternehmensleitbildes könnten beispielsweise Grundaussagen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz wie die folgenden integriert werden:

  • Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, Unfallverhütung und Anlagensicherheit sind grundlegende Ziele unseres Betriebes.
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz ist ein gemeinsames Anliegen von Betriebsführung und Beschäftigten. Deshalb sind alle Beschäftigten aufgefordert, Vorschläge zur Unfall- und Schadensverhütung und zur Verbesserung der Gesundheitsvorsorge und des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz einzubringen.
  • Die Lenkung des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes ist im Unternehmen eine Führungsaufgabe, an deren Gestaltung die Belegschaft aktiv beteiligt ist. Mitarbeiterbeteiligung bei den Gefährdungsbeurteilungen, bei der Entwicklung von Präventionsmaßnahmen und den Wirksamkeitsüberprüfungen ist für uns deshalb eine Selbstverständlichkeit.

Tipp: Diese Textbausteine sollen lediglich beispielhaft verdeutlichen, in welcher Form und mit welchen Formulierungen der Arbeits- und Gesundheitsschutz ins Unternehmensleitbild aufgenommen werden könnte. Weitere Textbausteine finden Sie hier.

Selbstverständlich muss zudem jedes Unternehmen für sich selbst festlegen, mit welcher Gewichtung, an welcher Stelle und in welcher Form der Arbeits- und Gesundheitsschutz im Leitbild erwähnt wird.

Mehr Identifikation und eine bessere Motivation

Nach innen wird die deutliche Aufwertung, die der Arbeits- und Gesundheitsschutz durch seine ausdrückliche Aufnahme ins Unternehmensleitbild erfährt, nicht ohne Wirkung bleiben.

Denn jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter kann künftig „schwarz auf weiß“ nachlesen, dass hier eine klare Priorität gesetzt wird. Das verbessert die Identifikation mit der Firma und hebt die Motivation.

Solch ein klares und hochoffizielles Bekenntnis zum Arbeits- und Gesundheitsschutz macht es außerdem den „schwarzen Schafen“ auf der Führungsebene wie bei den Beschäftigten selbst in Zukunft viel schwerer, sich über geltende Regeln einfach hinwegzusetzen.

Besseres Image, mehr Bewerber, mehr Kunden

Natürlich wird auch außen wahrgenommen, wenn sich Ihr Unternehmen in Sachen Arbeits- und Gesundheitsschutz stärker verpflichtet und intensiver engagiert, als dies gemeinhin erwartet wird.

Das wiederum sorgt für eine wohlwollendere Einschätzung des Unternehmens und eine emotional freundlichere Stimmung in der Öffentlichkeit und in den Medien. Indirekt könnte sich diese Imageaufwertung dann später durchaus auch in höheren Bewerberzahlen, mehr Kunden, Anteilseignern etc. niederschlagen.

Denn Image ist zwar nur schwer fassbar und messbar – aber es ist klar, dass es ein äußerst wirkmächtiger Faktor ist.

Autoren: Stefan Johannsen , WEKA Redaktion