21.07.2016

Ampelmodell

Zur Beurteilung von Risiken bei unvermeidlichen Tätigkeiten mit krebserzeugenden Stoffen wurde vom Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) ein Bewertungskonzept entwickelt. Das Risikokonzept des AGS wird auch als „Ampelmodell“ bezeichnet, da durch Festlegung von Grenzrisiken drei Bereiche (grün, gelb, rot) definiert werden: niedriges, mittleres und hohes Krebsrisiko. Daran gekoppelt ist ein gestuftes Maßnahmenkonzept.

Das Risikokonzept für krebserzeugende Stoffe befindet sich noch in der Erprobungsphase und ist noch nicht rechtsverbindlich. Es ist geplant, dieses bei der nächsten Neuordnung der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) 2015 in die Rechtsvorschrift zu integrieren. Ein Verweis auf das Konzept wurde bereits in die TRGS 400 “Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen” integriert.Veröffentlicht wurde das Konzept in der Bekanntmachung für Gefahrstoffe 910 (BekGS 910), häufige Fragen dazu werden in BekGS 911 beantwortet.

Grundlagen

Für krebserzeugende Stoffe lassen sich keine Arbeitsplatzgrenzwerte (AGW) festlegen, da bei diesen Stoffen bei keiner Konzentration eine gesundheitsschädliche Wirkung sicher ausgeschlossen werden kann. Ein Restrisiko bleibt deshalb immer. Tätigkeiten mit krebserzeugenden Stoffen sollten deshalb möglichst vermieden werden. Ist eine Substitution des Stoffs nicht möglich, muss die Exposition der Beschäftigten gegenüber dem Karzinogen so weit wie möglich minimiert werden.

Die vor 2005 geltenden TRK-Werte (technische Richtkonzentrationen) …

Autor: Martin Feifel-Beck

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