Lexikonstichwort | Beitrag aus „GrundlagenCenter – Arbeit, Gesundheit und Umwelt“ 07.04.2016

Altlast

Altlasten sind Altablagerungen und Altstandorte, durch die schädliche Bodenveränderungen oder sonstige Gefahren für den Einzelnen oder die Allgemeinheit hervorgerufen werden. Längst nicht jede Altablagerung oder jeder Altstandort ist auch eine Altlast. Sie werden zu einer Altlast, wenn bereits Schadstoffe in die Umwelt gelangt sind oder sich auszubreiten drohen. Die Einstufung als Altlast setzt eine Gefährdung von Mensch und Umwelt voraus.

Definitionen verschiedener Altlasten-Begriffe

Es ist davon auszugehen, dass von mehreren Millionen chemischer Verbindungen, die in der Vergangenheit produziert wurden, ein großer Teil in die Umwelt gelangt ist. Deshalb weisen manche Grundstücke infolge früherer menschlicher Tätigkeiten gesundheits- und/oder umweltschädliche Veränderungen der natürlichen Zusammensetzung des Bodens und/oder des Grundwassers auf.

Nach dem Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) gelten folgende Definitionen:

Altablagerungen

Stillgelegte Abfallbeseitigungsanlagen sowie sonstige Grundstücke, auf denen Abfälle behandelt, gelagert oder abgelagert wurden, z.B. ehemalige Müllkippen, bergbauliche Altablagerungen (Halden)

Altstandorte

Grundstücke stillgelegter Anlagen und sonstige Grundstücke, auf denen mit umweltgefährdenden Stoffen umgegangen wurde, z.B. ehemalige Flächen von Industrie und Gewerbebetrieben sowie militärischer und rüstungsspezifischer Nutzung, auf denen mit boden- und wassergefährdenden Stoffen umgegangen wurde

Ausgenommen sind Anlagen, deren …

Autor: WEKA Fachredaktion

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