05.02.2018

Alte Gefahrstoffkennzeichnung: Behörden nehmen chemische Produkte aus dem Handel

In großen Mengen haben Behörden seit vergangenem Juni Lacke und Farben, Haushaltsreiniger, Desinfektionsmittel und andere chemische Produkte aus den Verkaufsregalen entfernen lassen. Grund: Die Produkte waren noch mit der alten Gefahrstoffkennzeichnung versehen, die seit Juni 2017 nicht mehr gültig ist.

Über 14.000 nicht mehr verkehrsfähige Produkte haben die Arbeitsschutz-Behörden in Nordrhein-Westfalen seit Juni 2017 wegen veralteter Gefahrstoffkennzeichnung aus dem Verkehr gezogen: Lacke und Farben, Putz-, Reinigungs und Desinfektionsmittel, Lufterfrischer, Bremsflüssigkeiten, Spachtelmassen und andere Produkte. Sie alle waren noch nicht nach der neuen CLP-Kennzeichnung gekennzeichnet.

Nur noch CLP-Kennzeichnung ist gültig

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat daher jetzt erneut darauf hingewiesen, dass der Verkauf falsch gekennzeichneter Produkte verboten ist. Denn seit dem 1. Juni 2017 dürfen europaweit keine Produkte mehr verkauft werden, die nicht nach der CLP-Verordnung gekennzeichnet sind. Auch die zweijährige Übergangsregelung zum Verkauf von alten Lagerbeständen ist damit abgelaufen.

Die CLP-Verordnung dient dazu, den Arbeits-, Umwelt- und Verbraucherschutz zu verbessern. Gefahrenpiktogramme und Sicherheitshinweise auf den Verpackungen müssen den neuen Kennzeichnungsvorschriften entsprechen. Die alten Gefahrensymbole mit einem orangefarbenen Quadrat im Hintergrund sind durch ein rautenförmiges Piktogramm mit rotem Rahmen ersetzt worden. Im Vergleich zu vorher sind die Gefahrenangaben umfassender. Deutlich mehr Stoffe sind kennzeichnungspflichtig, darunter zum Beispiel Wasch- und Geschirrspülmittel. Die Verbraucherinnen und Verbraucher werden dadurch besser und umfangreicher informiert.

Kontrolle durch Arbeitsschutz-Behörden

Die Überprüfungen in Nordrhein-Westfalen fanden zwischen Juni und Mitte Dezember 2017 statt. Der staatliche Arbeitsschutz bei den Bezirksregierungen sowie die Kreise und kreisfreien Städte überprüften landesweit über 500 Unternehmen (Einzel-, Groß- und Online-Handel) und stießen dabei auf insgesamt mehr als 14.000 nicht mehr verkehrsfähige Produkte. Die Kreise und kreisfreien Städte sowie alle Bezirksregierungen in Nordrhein-Westfalen waren beteiligt. Es wurden Fachmärkte für Autozubehör, Tankstellen, Schnäppchenmärkte, Drogeriemärkte, Reformhäuser, Kaufhäuser, Apotheken und Baumärkte sowie Großhändler kontrolliert.

 

Quelle: Landesregierung NRW

 

Autor: WEKA Redaktion